Sie können uns unterstützen

13.07.2025, Lokalredaktion
Am Wochenende wurde Feldhausen, inmitten Butjadingens, zum Nabel der Welt – zumindest für die Liebhaber von Seifenkistenrennen. Die Feldhauser Dorfgemeinsam, die mit rund 30 Helferinnen und Helfern dabei war, sowie Hauptorganisator Johann Evers hatte zum 9. Feldhauser Seifenkistenrennen geladen. Unterstützt wurden sie von Mitarbeitenden der Tourist-Service Butjadingen Gesellschaft. Neben den zahlreichen Starten, darunter auch sieben Kinder, aus vielen Teilen Deutschlands, waren auch rund 2.000 Besucher an diesem Wochenende vor Ort. Butjadingens Maskottchen Fiete und Fietje ließen es sich natürlich auch nicht nehmen, und verfolgten die Rennen von der Strecke aus.

Von einer Rampe aus ging es die 270 Meter lange Piste den Deich hinunter und ein kleines Stück wieder hinauf. Die Starter wurden entlang der Strecke wie prominente Rennfahrer in Le Mans begrüßt und angefeuert. Moderator Hannes Logemann informierte die Besucher über die Seifenkisten und ihre Eigentümer. Viele der Starter hatten sogar ihre eigenen Fanclubs mit dabei.

Ein Höhepunkt war das Rennen am Sonnabend der Bürgermeister aus der Wesermarsch. Vier Kommunen schickten ihre Bürgermeister ins Rennen: Hartmut Schierenstedt aus Berne, Michael Kurz aus Brake, Axel Linneweber aus Butjadingen und Henning Kars aus Jade.

Ihnen stand ein knallroter Flitzer zur Verfügung, der leichte Ähnlichkeit mit einem Feuerwehrgefährt hatte. Nach einem Probe- und zwei Wertungsläufen stand fest, dass Axel Linneweber den Spitzenplatz belegte, gefolgt von Henning Kaars und Hartmut Schierenstedt auf den Plätzen zwei und drei. Michael Kurz musste sich mit dem vieren Platz zufrieden geben.

Neben den liebevoll gestalteten Seifenkisten waren in der „Fun-Klasse“ vor allem der rote Dreidecker, der „Rote Baron“, ein besonderer Hingucker. Sein Fahrer war auch stilecht mit Lederkappe und Sonnenbrille ausgestattet. Auch eine als Trabbi gestaltete Seifenkiste begeisterte das Publikum. Gesteuert wurde sie von den Magdeburgern Kay Stiele mit Sohn Paul, die dabei auch noch die ehemalige DDR-Fahne schwangen.

Bei der Gestaltung der Seifenkisten konnten die Konstrukteure ihrer Fantasie freien Lauf lassen. Windschnittig und Reifen, die ordentlich auf der Bahn laufen, sind dabei nicht zu unterschätzen. Selbstverständlich müssen die Seifenkisten auch eine Bremse haben, die im Notfall eingesetzt weden kann.

Bei den Kindern konnte sich das Johannes Veneman aus Ostfriesland den ersten Platz sicher. Auf den zweiten Platz gelangte Hauke Luers und auf den dritten Platz Bruno Poppe.

Bei den Erwachsenen konnte sich Gerold Wiemken zum wiederholten Mal gegen die Konkurrenz durchsetzen und den Wanderpokal schon im zweiten Jahr wieder mit nach Rastede nehmen. Zum Rahmenprogramm an dem Wochenende gehörte auch ein Auftritt der Butjenter Blinkfuer. (Text: Kerstin Seeland, Fotos: Michael Kurz)