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16.07.2025, Lokalredaktion
Anfang November jubelten die beiden Dörfer Jade-Jaderaltendeich und Großenmeer, weil sie beim Kreisentscheid die beiden ersten Plätze belegten und sich für den Regionalentscheid qualifiziert hatten. Voller Enthusiasmus stiegen sie den höheren Wettbewerb ein. Doch leider hat es dieses Mal für beide nicht gereicht.
14 Dörfer hatte eine fachkundige Jury unter Leitung von Annika Wangerin, Dezernatsleiterin 3 des Amtes für regionale Landesentwicklung (ArL) Lüneburg in den vergangenen Tagen bereist. Ende Juni 2025 waren sie in den beiden Dörfern der Wesermarsch.
Schlussendlich haben es fünf Dörfer in den Landeswettbewerb geschafft. Die glücklichen Gewinner sind: Edendorf aus dem Landkreis Uelzen, Hepstedt und Glinstedt aus dem Landkreis Rotenburg an der Wümme, Meyenburg aus dem Landkreis Osterholz und Dingstede aus dem Landkreis Oldenburg.
„In diesem Jahr durften wir beeindruckende Dörfer kennenlernen und sind auf engagierte, leidenschaftliche Bewohnerinnen und Bewohner getroffen, die mit Herz und Vision für ihre Gemeinschaft einstehen. Wir haben als Jury denkbar knappe Entscheidungen getroffen. Nach der Bereisung steht für uns fest, dass alle Dörfer letztlich Sieger sind. Die fünf Siegerdörfer haben durch ihre inspirierenden Ideen für ein lebendiges Dorfleben, innovative Planungskonzepte für Infrastruktur und Klimaschutz sowie ihre starke Gemeinschaft überzeugt. Besonders beeindruckt hat uns, dass sie durch ihren Zusammenhalt und ihre zukunftsorientierte Herangehensweise gezeigt haben, wie lebendig und nachhaltig Dorfleben gestaltet werden kann“, erklärt Annika Wangerin, Dezernatsleiterin 3, ArL Lüneburg und Juryvorsitzende die Auswahl, und fährt fort: „Ich bin mir sicher, dass in allen Dörfern der Spirit der Bewerbung beibehalten wird, so haben wir die Akteurinnen und Akteure jedenfalls kennengelernt!
Die Abschlussveranstaltung des Wettbewerbs auf regionaler Ebene findet am 10. Juli in Kirchboitzen statt, zu der Vertreterinnen und Vertreter aller Dörfer eingeladen sind und durch die Landesbeauftragte Karin Beckmann geehrt werden. Der Ort hätte nicht besser gewählt werden können: Ist Kirchboitzen aus dem Landkreis Heidekreis doch das aktuelle Bundesgold-Gewinnerdorf von 2023.
Positiv wurden in Großenmeer unter anderem das Gast- und Eventhaus als zentraler Treffpunkt für alle, das Fußballgolf-Angebot, das an zahlreichen Stellen im ganzen Dorf gespielt wird und das Projekt „Keiner is(s)t allein“, ein Essen von Ehrenamtlichen für jeden im Gemeindehaus, das ursprünglich von dem Diakonischen Werk Wesermarsch initiiert wurde, genannt. Jade-Jaderaltendeich konnte mit dem Jader Kindertreff „JaKi“, dem „Verteleck“ am Ende des Flurenpadds, mit seiner wunderschöner Aussicht der bienenfreundlichen Friedhofsgestaltung punkten. Jade-Jaderaltendeich ist ein sehr kleines Dorf, daher fehlt dort, im Vergleich zu anderen, größeren Dörfern, die Infrastruktur und auch eine wohnortnahe Versorgung mit alltäglichen Dingen und Dienstleistungen.
Bemängelt wurde zudem, dass bei der Bereisung nur wenig Einwohner zugegen waren. Dazu muss jedoch auch gesagt werden, dass die Bereisung in der Zeit von 14 bis 15.30 Uhr stattfand.
Auch wenn noch nicht abschließend mit allen gesprochen wurde, sind sich Harald Bayer und Dieter Kohlmann aus Großenmeer einig, dass sie jetzt erst einmal ein Jahr lang aussetzen wollen und nicht an dem nächsten Kreisentscheid teilnehmen. Danach müsse man weitersehen. (Text: Kerstin Seeland)