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27.07.2025, Lokalredaktion
Bunt geschmückt mit Luftballons, Wimpelketten und Girlanden waren am Sonnabend viele Hecken und Sträucher im Kleingärtnerverein Weserturm. Der Grund: Der Traditionsverein, der 1950 aus dem früheren Kleingartenverein Naturglück hervorgegangen war, feierte seinen 75. Geburtstag.
Los ging es am späten Vormittag mit einer Eröffnungsrede des ersten Vorsitzenden. Wolfgang Engels. Er fasste mit wenigen Sätzen die Vereinshistorie zusammen und sprach allen 20 Helfern, die sich bei der Planung und Durchführung der Jubiläumsfeier eingebracht hatten, seinen Dank aus. Mit seinen ersten Überlegungen und Vorbereitungen hatte das zwölfköpfige Orgateam bereits im November letzten Jahres begonnen. Das Programm hielt Vielfältiges für Jung und Alt bereit.
Das Spektrum reichte von einer Fotogalerie, einem Bienen-Infostand und einem Bilderrätsel, für dessen Lösung ein Gang durch die Gartenanlage notwendig war, über eine Fotobox und ein Glücksrad bis hin zu Angeboten für den Nachwuchs.
Während die Erwachsenen bei Steak und Bratwurst vom Grill, Kuchen und Kuchen – es gab allein 15 Kuchenspenden – bei bestem sommerlichem Wetter klönten, powerten sich die Mädchen und Jungen bei den angebotenen Outdoor-Spielen, beim Torwandschießen, auf der großen Hüpfburg und auf den Spielplatzgeräten aus und stärkten sich anschließend mit Soft- und Slush-Eis. Für den musikalischen Rahmen sorgten am Samstag die Happy German Bagpipers mit ihrer Dudelsackmusik.

Mit dem Ablauf der Veranstaltung zeigte sich Wolfgang Engels sehr zufrieden. „Es ist alles prima gelaufen“, sagte er am Sonntag. Rund 180 bis 200 Gartenfreunde waren im Laufe des Sonnabends zu der Geburtstagsfeier gekommen, darunter auch ehemalige Parzellenpächter. Der Vereinsvorsitzende kann übrigens im nächsten Jahr gleich das nächste Jubiläum feiern. Denn dann ist der Gartenliebhaber ein halbes Jahrhundert Mitglied im Kleingartenverein Weserturm. Der Nordenhamer entdeckte schon früh seine Begeisterung für die Natur und Gartenarbeit. Bereits als Kind überließen ihm seine Eltern ein Stück Acker zum Bewirtschaften. Damals kamen dem privaten Gemüse- und Obstanabau noch deutlich mehr Bedeutung zu als heute.
Wer mit dem Gedanken spielt, sich eventuell auch einen Kleingarten zuzulegen – der Verein Wasserturm verfügt über viele freie Parzellen – sollte ausreichend Zeit und auch finanzielle Mittel mitbringen. Die Kosten für die Pacht eines Kleingartens liegen im Schnitt bei 150 bis 200 Euro pro Jahr. Dazu kommen Strom- und Wasserkosten in Höhe von etwa 20 Euro im Monat. Für die Übernahme der Laube ist je nach Größe und Zustand ein Betrag von 500 bis 1200 Euro zu zahlen.
Neben den Arbeiten im eigenen Garten sind viermal im Jahr Arbeitsdienste im Umfang von jeweils vier Stunden zu leisten. Denn auch die Gemeinschaftsanlagen wollen gepflegt werden. Wolfgang Engels und seine Mitstreiter würden sich sehr über neue Interessenten in ihrer Kleingartenanlage freuen. Der derzeitige Pachtvertrag für das gesamte Areal läuft noch bis 2031. Derzeit finden aber schon Gespräche mit dem Domänenamt Oldenburg wegen einer Verlängerung statt. Eigentümer der Kleingartenanlage ist hier nicht die Stadt Nordenham, sondern das Land Niedersachsen. (Fotos und Text: Ulrike Krebs)