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30.07.2025, Lokalredaktion
Rund 1.6 Millionen Euro investiert die Stadt Brake in die Sanierung des Hallenbades und der angeschlossenen Großsporthalle. 840.000 Euro erhält die Stadt an finanzieller Förderung für diese Maßnahme. Der Eröffnungstermin ist für Anfang September geplant, das bedeutet für die Handwerksfirmen einen enormen Druck.

„Wir haben uns bewusst für eine Schließung in den Sommerferien entschieden“, sagt Bürgermeister Michael Kurz, „Zu anderen Zeiten müsste das Schulschwimmen und auch das Vereinsschwimmen ausfallen. Schulen und Vereine sind die Hauptnutzer des Hallenbades.“ Bedauerlicherweise gibt es keine Lösung, mit der alle Nutzer gleichermaßen zufrieden wären. „Dennoch müssen wir so im Winter nicht noch einmal schließen“, betont Michael Kurz.

Eine der größten Maßnahmen, die zurzeit laufen, ist der Austausch der vorhandenen Heizungsanlage, da diese abgängig ist. Auch hier hat die Stadt schon für die Zukunft geplant, denn die neue 1000 Kilowatt-Heizungsanlage kann künftig als Booster für Fernwärme genutzt werden. Im neuen Gewerbegebiet, an der Ilse-Meitner-Straße, wird sich ein Rechenzentrum ansiedeln. Die Wärme, die dann von diesem Rechenzentrum abgeht, wird dem Hallenbad zugeleitet. Auf dem Weg dahin wird sich die Temperatur jedoch verringern. Die neue Heizungsanlage ist dann jedoch in der Lage, die Temperatur wieder zu erhöhen. „Das ist eine effektive Weise, mit der Energie umzugehen“, sagt Michael Kurz.

Zudem wird die alte Lüftungsanlage im Hallenbad, gegen eine hocheffiziente Lüftungsanlage getauscht. Zwei neue Anlagen sind bereits auf dem Hallenbad und der Großsporthalle angebracht worden. Der Lüftungsanlage auf dem Hallenbad ist auch die Caféteria mit angeschlossen, die gleichzeitig mit dem Hallenbad wieder den Betrieb aufnimmt. Die Lüftungsanlage auf dem Hallenbad ist hochmodern und KI-gesteuert.

Zu den Sanierungsarbeiten gehört auch, dass die Trinkwasseranlage aus dem Jahr 1972 – als das Hallenbad eröffnet wurde – komplett erneuert wird. In Zukunft können hier auch mehrere Tausend Liter Trinkwasser eingespart werden. Insgesamt werden das Hallenbad und auch die Großsporthalle große Energieeinsparungen verzeichnen können.

Im Zusammenhang mit den Sanierungsarbeiten wird auch die Überlaufrinne im Hallenbad saniert. Am Ende der baulichen Maßnahmen steht die Grundreinigung und Revision. Derzeit ist das Wasser im Hallenbad abgelassen. Etwa zwei Wochen vor der Wiedereröffnung des Hallenbades werden 500 Kubikmeter Wasser in das Schwimmer- und 300 Kubikmeter in das Nichtschwimmerbecken eingelassen. Anschließend dauert er noch rund eine weitere Woche, bis in dem Nichtschwimmerbecken die Wassertemperatur auf 30 Grad und im Schwimmerbecken auf 28 Grad angestiegen ist.

Claudia Uffmann, Schwimmmeisterin und Badbetriebsleiterin, und ihre beide Kollegen sind auch während der Sanierungsphase jeden Tag vor Ort. Derzeit ist noch eine Stelle als Schwimmmeister vakant. „Deutschlandweit werden zurzeit mehrere Tausend Schwimmmeister gesucht“, sagt Bürgermeister Michael Kurz. (Fotos und Text: Kerstin Seeland)