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10.09.2025, Lokalredaktion
„Eine Milliarde US Dollar sollen konzernweit bei Glencore bis Ende 2026 eigespart werden. Das bei einem solchen Spar-Programm alle Standorte angeschaut werden, ist klar. Wie, in welcher Höhe und mit welchen Mitteln das ausgerufene Ziel erreicht werden kann, ist von Standort zu Standort sicherlich unterschiedlich. Für Nordenham ging und geht es hier zunächst um ein Freiwilligen-Programm, wie mir aus dem Haus berichtet wurde“, so die direktgewählte Abgeordnete der Wesermarsch Karin Logemann. „Das nehme ich mal so hin, trotzdem heißt es wachsam bleiben. Gestern waren am Standort Nordenham Manager der Konzernspitze vor Ort, um mit Betriebsrat und Belegschaft zu sprechen. Wichtig war es das Schreckgespenst der Werkschließung zu entkräften. Jochen Luitjens, IG-Metall Bevollmächtigter und Geschäftsführer der IG-Metall Wesermarsch: „Die Verantwortlichen haben in dem Gespräch deutlich gemacht, dass es keine Werkschließung geben wird“.
Logemann weiter: „Aus Erfahrung weiß ich, dass die Belegschaft von Glencore Nordenham eine ganz besondere ist. Mit viel Herz hängt sie über Generationen an ihrer Hütte und geht mit dem Unternehmen durch dick und dünn. Diese Belegschaft hat einen solchen Umgang, wie er aktuell gepflegt wird, nicht verdient. Ich stehe an der Seite der Frauen und Männer und werde alles dafür tun, den Standort zu schützen und zu sichern“.
„Als Betriebsrat benötigen wir Fairness, ehrliche Informationen und Gespräche. All das haben wir leider bisher vermisst“, so Klaus Garlichs, Konzernbetriebsratsvorsitzender bei Glencore Nordenham.
Klar ist aber allen: Ein Sterben auf Raten darf es nicht geben. „Die Förderzusage des Bundes über 360 Millionen Euro für den energetischen Umbau der Hütte sichert die Zukunft des Standortes Nordenham“, so Logemann. Für Glencore Nordenham ist das Umsetzen der Klimaschutzkonzepte existenziell, eine solche Förderung sichert die nötigen Investitionen. „Hier ist kommunikativ einiges in Schieflage geraten. Es muss nun darum gehen, Vertrauen wieder aufzubauen und gemeinsam in eine Richtung zu schauen, nämlich nach vorne. Für den Standort“, so Logemann. (pm/lr)