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12.09.2025, Lokalredaktion
Die Raiffeisenbank Wesermarsch-Süd hatte am Donnerstag zur Vertreterversammlung für das Geschäftsjahr 2024 eingeladen. Aufsichtsratsvorsitzender Hans Conze-Wichmann konnte rund 120 Teilnehmer im Gast- und Eventhaus Großenmeer begrüßen. Die beiden Vorstände Christiane Thürlings und Sebastian Ost trugen den Geschäftsbericht vor.
Im Rahmen des Geschäftsberichts 2024 wird ein Bilanzgewinn von 536.000 Euro präsentiert, der das
Ergebnis engagierter und zielgerichteter Arbeit der Mitarbeiter in einem herausfordernden globalen Umfeld widerspiegelt. Dadurch konnten zum Einen die Rücklagen gesteigert und zum Anderen den Genossenschaftsmitgliedern erneut eine Dividende in Höhe von 6 Prozent – entspricht insgesamt 156.047,47 Euro – ausgeschüttet werden. „Auf dieses Ergebnis sind wir sehr stolz“, sind sich die Vorstände Christiane Thürlings und Sebastian Ost einig.
Das Jahr 2024 war geprägt von anhaltenden geopolitischen Spannungen, insbesondere durch die
kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen Russland und der Ukraine, die die Stabilität in Europa und darüber hinaus gefährden. Neue militärische Konflikte im Nahen Osten haben die Unsicherheiten auf den internationalen Märkten weiter verstärkt und die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sowie die Stimmung auf den Finanzmärkten erheblich belastet.
Trotz dieser Herausforderungen konnte die Marktposition behauptet und sogar ausgebaut werden. Die
Veränderungen an den Geld- und Kapitalmärkten erforderten eine rasche Anpassung des Handelns. Durch eine proaktive und flexible Herangehensweise wurden neue Chancen identifiziert und genutzt. Eine solide Finanzpolitik und vorausschauende Planung ermöglichten es, auch in einem sich ständig ändernden Umfeld erfolgreich zu agieren.
Ein zentrales Element der Ergebnisentwicklung ist die Vorwegzuweisung in den Fonds für allgemeine
Bankrisiken in Hohe von 1.000.000 Euro. Diese Maßnahme spiegelt das Engagement für eine
verantwortungsvolle Risikopolitik wider. Die Herausforderungen, die mit den aktuellen Marktbedingungen einhergehen, sind bekannt, und es wird sichergestellt, dass auch in Zukunft eine gute Aufstellung zur Bewältigung potenzieller Risiken gegeben ist.
Die Bilanzsumme ist mit 298,1 Millionen genauso hoch wie im Jahr 2024. Das Kreditgeschäft in 2024 lag bei 197, 5 Millionen Euro. Es gab eine starke Anfrage durch Gewerbe- und Privatkunden, sodass ein Plus von 16,1 Millionen Euro erzielt wurde. Dies entspricht einem 9%igen Wachstum gegenüber 2023. „Veränderungen am Markt konnten aufgefangen werden und die Kunden haben wieder das Vertrauen der Raiffeisenbank geschenkt“, betont Christiane Thürlings. Die Bank verfügt über Einlagen in Höhe von 234, 5 Millionen Euro. Ein Großteil der Kunden hat seine Einlagen in Wertpapiere und Investmentfonds umgeschichtet. Das Gesamtvolumen der Kunden liegt bei 671,3 Millionen Euro. Dies bedeutet einen Zuwachs von 24,6 Millionen gegenüber in 2023.
In den vergangenen Monaten wurde intensiv daran gearbeitet, die Wünsche der Kunden zu erfüllen und den bestmöglichen Service zu bieten. Die Anstrengungen, neue Produkte und Dienstleistungen zu entwickeln, haben dazu beigetragen, das Vertrauen der Kunden zu stärken und deren Bedürfnisse besser zu erfüllen. Dank des Vertrauens und der Unterstützung in diesen herausfordernden Zeiten ist die Loyalität der Kunden von unschätzbarem Wert und motiviert, weiterhin das Beste zu geben. Die Aussicht auf eine erfolgreiche Zusammenarbeit bleibt positiv, und es wird zuversichtlich auf die Bewältigung der Herausforderungen im Kontext der genossenschaftlichen Idee geblickt.
Dennoch war das Reduzieren von Bankstellen notwendig. „Das hat für uns vor allem ein Sicherheitsaspekt“, führt Christiane Thürlings aus, „Die Sicherheit unserer Mitarbeitenden steht für uns an erster Stelle.“ Dabei verweist auf diverse Sprengungen von Geldautomaten in der Vergangenheit. Weitere Bankstellen werden auch in Zukunft noch geschlossen werden.
Bei den anschließenden Wahlen wurden die beiden Aufsichtsratsmitglieder Hans Conze-Wichmann und Ralf Schmidt wiedergewählt. (Foto und Text: Kerstin Seeland)