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27.10.2025, Lokalredaktion
Nicht eingehaltene Termine bei öffentlichen Bauvorhaben sind leider eher die Regel als die Ausnahme. Dass es auch anders geht, wurde jetzt beim neuen Berner Kindergarten in der Gansper Möwenstraße bewiesen. Nachdem im vergangenen Dezember die Bodenplatte für den Anbau gegossen wurde, waren am vergangenen Samstag alle zur offiziellen Eröffnung eingeladen.

Die Gemeinde hatte das ehemalige Gemeindehaus der evangelischen Kirche abgekauft und das Grundstück von den Verkäufern gepachtet. Zwei Kita- und eine Krippengruppe des Gansper Kindergartens haben jetzt in der Außenstelle der Einrichtung, die im Inneren kaum wiederzuerkennen ist, Platz. Drei große, helle Gruppenräume, in denen die Kinder auf zwei Etagen spielen können und die alle direkten Zugang zum mit allerlei Spielgeräten ausgestatteten Außenbereich haben, sind dabei entstanden. Eine Cafeteria, an deren Seite hinter Rolltoren Turngeräte verstaut sind, um den Raum auch als Bewegungshalle nutzen zu können, gehören neben schicken Sanitäranlagen in Kindergröße, einem Ruheraum für die Krippenkinder und vielem anderen genauso dazu wie das „Theaterschiff“, in dem die Mädchen und Jungen alles finden, um sich verkleiden zu können.
Lang war die Liste aller am Bau Beteiligten, denen Bürgermeister Hartmut Schierenstedt vor dem offiziellen Durchschneiden des Bandes für die gute Zusammenarbeit dankte. Dabei vergaß er auch nicht, einen Dank an all die Nachbarn zu richten, von denen ihm während der gesamten Bauphase trotz Lärm und Schmutz keine einzige Beschwerde zu Ohren kam.
Ständig sei er auf der Baustelle gewesen, denkt Fachbereichsleiter Selim Karaca an die vergangenen Monate zurück. Ein ganz besonders großes Lob schickt er dabei an Kita-Leiterin Ramona Mehlich und ihr Team, die die Arbeiten beispielsweise durch den Zusammenbau der Möbel immer wieder tatkräftig unterstützt hatten. Dem Lob konnten sich Philipp und Ulrich Bolte vom Architektenbüro Bolte und Schramm nur anschließen. „Man habe das Gefühl gehabt, dass das Kita-Team zu den Baufirmen gehört“, scherzte Ulrich Bolte. Sein Sohn Philipp und er hatten an diesem Tag noch eine ganz besondere Überraschung für die Nutzer der Kita: Einen großen Spiegel, den sich die Erzieherinnen für das „Theaterschiff“ gewünscht hatten.
Mit Vertretern aller am Bau beteiligten Gewerke und Nachbarn wurde die neue Kita ordentlich gefeiert. Der Förderverein hatte für das leibliche Wohl gesorgt. Und manch junger Besucher nutzte die Gelegenheit, trotz Regen die neuen Spielgeräte im Außenbereich auszuprobieren. Das im Boden eingelassene Trampolin kam dabei besonders gut an. Aber auch auf der großen Stehwippe oder der Kletterbrücke hatten die Kinder ihren Spaß. (Fotos und Text: Gabriele Bode)