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03.11.2025, Lokalredaktion
Auf der 47. Landesdelegiertenkonferenz (LDK) am 18./19. Oktober 2025, der VVNBdA Landesvereinigung Niedersachsen in Hustedt bei Celle, wurde der Nordenhamer Thomas Bartsch, als einer von vier Mitglieder des Sprecher:innenkreises der VVN-BdA Niedersachsen wiedergewählt. Die Amtszeit beträgt zwei Jahre.
Das Thema Rüstung speziell in Niedersachsen bildete einen Schwerpunkt des zweitägigen Treffens. Lühr Henken vom Bundesausschuss Friedensratschlag referierte zu dem Thema. Künftig solle Deutschland Waffen auch in Krisen- und Kriegsgebiete liefern. Offensichtlich geht das unter CDU/CSU-SPD-Bundesregierung noch verstärkt weiter. Die größten deutschen Häfen für den Export dürften Hamburg, Bremen, Bremerhaven und in Niedersachsen Wilhelmshaven, Emden und Nordenham sein.
Deutschland als NATO-Drehscheibe Deutschland ist die zentrale Drehscheibe der NATO für die Aufstellung und den Truppentransport in Europa mit Marschrichtung ostwärts gen Russland. Seit Jahren nehmen die NATO-Kriegsübungen hierzulande und in Europa zu, die Infrastruktur im Straßen- und Bahnwesen Richtung Osteuropa wird ausgebaut, Deutschland ist zunehmend Transitland für Truppen und Kriegsgerät. Wir werden sehen, dass Niedersachsen hier eine sehr bedeutende Rolle zukommt.
Explosivstoffe über den Rhenus-Midgard-Hafen
Häfen sind Umschlagplätze. Waffen gehen rein und raus. Ein kurzer Blick auf die deutsche Rüstungsexportentwicklung unterstreicht, dass die Orte, an denen Waffen und andere Rüstungsgüter umgeschlagen werden, eine hohe Bedeutung erlangen. Zukünftig werden im Rahmen der Aufrüstung, mehr Waffen, Munition und Explosivstoffe über den Rhenus-Midgard-Hafen verschifft. Diese Hafenentwicklung stellt für das Nordenhamer Stadtgebiet eine Gefahr da.
VVN-BdA gegen den Bau der Küstenautobahn (A20)
Der Militärtransport verläuft zum großen Teil über niedersächsisches Gebiet. Die A2 wäre die erste Wahl für diese Mammutverlegung. Dieser Verlauf über die A2 stellt von Emden, Bremerhaven und Nordenham her kommend ein Nadelöhr dar. Deshalb fordern Militärs den forcierten Ausbau der Küstenautobahn A20. „Im Bundesverkehrswegeplan 2030 […] ist die A20 als 4-streifiges Autobahnneubauprojekt in den vordringlichen Bedarf eingestuft.“
Die Delegierten stimmten für eine Erklärung gegen den Bau der Küstenautobahn (A 20) sowie dem
Beitritt des Schutz- und Klagefonds gegen die A20.
Abschließend tauschten sich die Delegiert:innen in Arbeitsgruppen zu den Themen Kommunalwahl, Wehrpflicht, Rüstungsstandort Niedersachsen und Strukturreform aus. Die einzelnen Bereiche sollen im Landesvorstand weiterbehandelt werden. Zur Bearbeitung der Strukturreform, wurde eine Arbeitsgruppe beschlossen. Verantwortlich für die Arbeitsgruppe ist das Mitglied des Sprecher:innenkreises Thomas Bartsch. (pm/lr)