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06.12.2025, Lokalredaktion
Christian Stahl, Nordenhams Stadtbrandmeister zieht für das Jahr 2025 eine insgesamt positive Bilanz. Mit 189 Einsätzen verzeichnete die Wehr 68 Einsätze weniger als im Vorjahr. Die Mitgliederzahl liegt bei 345 Personen, davon gehören 183 der Einsatzabteilung an, 33 davon sind Frauen. In der Jugendfeuerwehr engagieren sich 58 Mitglieder, in der Kinderfeuerwehr 66. Die Ehrenabteilung zählt 51 Mitglieder, darunter eine Frau.
Zurzeit verfügen die Freiwilligen Feuerwehren der Stadt Nordenham über 89 Atemschutzgeräteträger, 35 Mitglieder in der Gefahrgutgruppe, 45 Mitglieder in der Schiffsbrandbekämpfung und 10 Mitglieder in der Nachrichtengruppe.
Sieben Brandschutzerziehungen wurden für Kitas und Schulen gemacht. Und auch die Digitalisierung schreitet in den Ortswehren weiter voran.

Von den Einsätzen entfielen 75 auf Brandeinsätze und 114 auf technische Hilfeleistungen. Bei den Brandeinsätzen handelte es sich unter anderem um 14 bereits gelöschte Feuer, 16 Kleinbrände, drei Mittelbrände und zwei Großbrände. Besonders erfreulich ist, dass im Jahr 2025 keine Täuschungsalarme durch private Rauchmelder registriert wurden. Dies zeigt, dass die Bevölkerung verantwortungsbewusster mit den Geräten umgeht. Im Bereich der technischen Hilfeleistungen wurden 32 Einsätze durch Brandmeldeanlagen ausgelöst, wovon 23 Fehlalarme waren. Hinzu kamen sieben Einsätze wegen Tieren und Insekten, 45 Türöffnungen im Zusammenhang mit Hausnotrufanlagen, vier Unterstützungen des Rettungsdienstes, drei Unwettereinsätze, drei Verkehrsunfälle sowie acht sonstige Hilfeleistungen. Die Zahl der Unwettereinsätze lag deutlich unter der des Vorjahres, damals waren 38 Einsätze durch eine Windhose erforderlich.
Ein wiederkehrendes Problem bleibt die hohe Zahl an Türöffnungen durch Hausnotrufanlagen, die häufig ohne tatsächlichen Notfall ausgelöst werden. Hier erwartet die Feuerwehr durch die neue Kostensatzung eine Entlastung. Auch die steigende Zahl von Einsätzen im Zusammenhang mit Tieren und Insekten stellt eine Herausforderung dar.
Neben den regulären Einsätzen prägten weitere Ereignisse das Jahr. In der Silvesternacht kam es zu sechs Einsätzen durch brennende Container – eine ungewöhnlich hohe Zahl im Vergleich zu den Vorjahren. Anfang Januar wurde ein Einbruch in das Feuerwehrhaus Nordenham festgestellt, bei dem glücklicherweise nur geringe Schäden entstanden. Ein weiterer Einbruchsversuch in dem Feuerwehrhaus Esenshamm scheiterte. Die Polizei verstärkte daraufhin die Kontrollen an den Feuerwehrhäusern.
Insgesamt zeigt sich die Feuerwehr zufrieden mit der Entwicklung im Jahr 2025. Weniger Einsätze, stabile Mitgliederzahlen und positive Trends im Bereich der Rauchmelder geben Anlass zu Optimismus, auch wenn einzelne Herausforderungen wie Fehlalarme und Türöffnungen weiterhin bestehen.
„Die wenigsten Einsätze laufen heute noch glimpflich ab“, betont Christian Stahl, „Oftmals werden die Feuerwehrleute, aber auch andere Rettungs- und Hilfskräfte angegangen und müssen die Polizei hinzuziehen.“ Das macht nicht nur dem Stadtbrandmeister Sorgen.
Das Bauprojekt Feuerwehrhaus Abbehausen ist angelaufen, mit der Fertigstellung wird Ende 2027 gerechnet. Die Ausschreibung für eine neues LF 20 ist erledigt. Die Kosten belaufen sich auf rund 600.000 Euro und die Auslieferung ist für April 2028 avisiert.
Neben den Übungs- und Einsatzdiensten gehörten auch gesellige Veranstaltungen im Laufe das Jahres dazu, wie beispielsweise die 80er-/90er Party der Feuerwehrleute.
Grußworte sprachen der stellvertretende Bürgermeister Uwe Thöle, Jaqueline Giehl für den Fachbereich 32, die Feuerwehrausschuss-Vorsitzende Annegret Conrady, Andreas Bathke von der Polizei Nordenham sowie von der Öffentlichen Pascal Meyer.
Der stellvertretende Kreisbrandmeister Torsten Schattschneider drückte seine Anerkennung für das Engagement der 183 Feuerwehrleute in Nordenham aus, die sich für die Stadt 24/7 einsetzen und wies darauf hin, dass in Zukunft noch mehr auf die Feuerwehr, insbesondere im Bereich Gefahrenabwehr, zukommt. (Foto: FF Nordenham – Text: Kerstin Seeland)