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01.02.2026, Lokalredaktion
Regional zeichnen sich jedoch deutliche Unterschiede zu 2024 ab
Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen im Oldenburger Land ist im Jahr 2025 im Vergleich zum Vorjahr gleichgeblieben. 252 Unternehmen meldeten sich zahlungsunfähig. Niedersachsenweit stieg die entsprechende Zahl um 4,7 Prozent. Das berichtet die Oldenburgische Industrie- und Handelskammer (IHK) auf Grundlage von Daten des Landesamtes für Statistik Niedersachsen.

„Auffällig ist der regionale Unterschied in der Insolvenzentwicklung” sagt Björn Schaeper, IHK-Geschäftsführer für Wirtschaftspolitik. So meldeten die Landkreise Friesland (aktuell 42 Fälle, Vorjahr: 23 Fälle) und Cloppenburg (aktuell 56 Fälle, Vorjahr 46 Fälle) einen deutlichen Anstieg von zahlungsunfähigen Unternehmen. Deutliche Rückgänge gab es in den Landkreisen Wesermarsch (aktuell 12 Fälle, Vorjahr 25 Fälle) und Vechta (aktuell 24 Fälle, Vorjahr 32 Fälle).
„Die Insolvenzentwicklung betätigt das jüngste Ergebnis der IHKKonjunkturumfrage: viele Betriebe kämpfen mit einer zu schwachen Binnennachfrage“, gibt Schaeper die wirtschaftliche Lage wieder. Daher
seien in den Branchen Handel, Industrie und Gastgewerbe mehr Insolvenzen zu verzeichnen als im Jahr 2024. Angesichts der angespannten Arbeitsmarktlage hielten sich viele Verbraucher mit Käufen zurück, während gleichzeitig viele Unternehmen mit gestiegenen Kosten zu kämpfen haben. Das drücke die Ertragslage, so Schaeper.
Weitere Details unter www.ihk.de/oldenburg/insolvenzen
Die IHK bietet Unternehmen, die in Schwierigkeiten sind, Unterstützung an. So findet der nächste Sprechtag „Unterstützung im Krisenfall: Runder Tisch“ am 20. Februar 2026 ab 9 Uhr statt. Anmeldungen unter: https://t1p.de/0s8wz (pm/lr)