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07.02.2026, Lokalredaktion
Der Seniorenvorstand der Gewerkschaft ver.di Wesermarsch hat in seiner letzten Sitzung, am Mittwoch, die Arbeit der vergangenen zwei Jahre reflektiert und zentrale Schritte für die zukünftige Ausrichtung beschlossen. Nach einer Phase eingeschränkter Aktivität stand die Wiedererlangung voller Handlungsfähigkeit im Mittelpunkt der Beratungen. Zurzeit ist der Seniorenvorstand auf der Suche nach neuen Räumlichkeiten, in der Mitte der Wesermarsch.
Bei den Wahlen, im Laufe des Abends, wurden in den Vorstand der ver.di Seniorengruppe Wesermarsch gewählt: Vorsitzender Selahaddin Cakarer, stellvertretender Vorsitzender Hermann Hohn, Schriftführer hans-Dieter Kretschmer sowie die weiteren Mitglieder mit Stimmrecht Marita Bollmann, Helmut Pohl, Reinhard Gebauer, Walter Höpken und Olaf Jensen. Delegierte für den Bezirksseniorenvorstand Weser-Ems sind Helmut Pohl und als Ersatzdelegierter Reinhard Gebauer. Delegierte für die Bezirksseniorenkonferenz am 12. Mai 2026, in Oldenburg, sind Marita Bollmann und Helmut Pohl, Ersatzdelegierter ist Reinhard Gebauer.
Im Rückblick wurde deutlich, dass die regelmäßigen Bürostunden – bislang mittwochs, im Büro in Brake, angeboten – zeitweise ausgesetzt werden mussten. Organisatorische Hürden, personelle Veränderungen sowie Unklarheiten bei Zuständigkeiten und Raumnutzung hatten die Arbeit erschwert. Trotz intensiver Bemühungen, neue Mitglieder zu gewinnen und bestehende Angebote aufrechtzuerhalten, blieb der Erfolg begrenzt.
Mit Blick nach vorn plant der Seniorenvorstand nun eine schrittweise Reaktivierung seiner Angebote. Die Bürostunden sollen künftig wieder stattfinden, perspektivisch zweimal im Monat. Eine engere Abstimmung mit dem Ortsverein (OV) Brake wird angestrebt, um künftig sowohl Vormittags- als auch Nachmittagstermine anbieten zu können und damit auch berufstätige Mitglieder besser zu erreichen. Noch ungelöst bleibt eine strukturelle „Bremse“ auf Wertungsebene, die derzeit Aktivitäten hemmt und in den kommenden Wochen geklärt werden soll.
Ein weiterer Schwerpunkt der Sitzung war die Einordnung des Seniorenvorstands innerhalb der ver.di-Strukturen. Die Teilnehmenden erhielten eine ausführliche Darstellung der organisatorischen Ebenen – vom Orts- über den Bezirks- und Landesbezirksseniorenvorstand bis hin zur Bundesebene von Bezirksgeschäftsführerin Kornelia Haustermann. Die Klarstellung der Zuständigkeiten erleichtert künftig die Einreichung von Anträgen und stärkt die Transparenz innerhalb des Gremiums.
Auch die Frage nach politischen Aktionsmöglichkeiten wurde diskutiert. Dabei wurde betont, dass politische Streiks in Deutschland nicht zulässig sind. Demonstrationen können jedoch über die Bundesebene initiiert werden. Gleichzeitig wurde hervorgehoben, dass Seniorinnen und Senioren reguläre Arbeitskämpfe – etwa Hafenstreiks in Brake – aktiv unterstützen können, beispielsweise durch logistische Hilfe vor Ort.
Ein konkretes Anliegen betraf die Teilnahme von Partnerinnen und Partnern an Mitgliederehrungen. Hier wurde der korrekte Dienstweg erläutert: Da es sich um eine Haushaltsfrage handelt, muss ein entsprechender Antrag über den Orts- und Bezirksseniorenvorstand an den Bezirksvorstand Weser-Ems gestellt werden.
Die Sitzung zeigte deutlich: Der Seniorenvorstand Wesermarsch befindet sich im Aufbruch. Mit klaren Strukturen, neuen Impulsen und einer gestärkten Zusammenarbeit innerhalb der Verdi-Gremien soll die Arbeit in den kommenden Jahren wieder sichtbarer und wirksamer werden.
Titelfoto: v. links – von links Hermann Hohn, Hans Dieter Kretschmer, Reinhard Gebauer, Olaf Jensen, Walter Höpken, Salahaddin Cakarer, Marita Bollmann und Helmut Pohl