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10.02.2026, Lokalredaktion
„Auch hier ist irgendwo“ von Petra M. Tränker am 14. Februar 2026, um 17 Uhr
Begrüßung durch die Vorsitzende Anne Humboldt, Einführung in die Ausstellung durch die Künstlerin und Kunstpädagogin Annemarie Arndt aus Bremerhaven und musikalische Begleitung durch „Soul Brothers“
Als Doris Becker, vom Vorstand des Kunstvereins Nordenham, im vergangenen Jahr eine Ausstellung im Evangelischen Bildungszentrum Bad Bederkesa besuchte, war die Begeisterung unmittelbar. Die stillen, fast scheuen Figuren, die in den Fluren hingen, zogen alle in ihren Bann. Schnell entstand der Wunsch, diese besondere Bildwelt auch dem hiesigen Publikum zugänglich zu machen. Nun sind die Arbeiten erstmals im Obergeschoss des Museums Nordenham zu sehen.
Seit rund zwanzig Jahren arbeitet Petra M. Tränker intensiv künstlerisch – nicht als Autodidaktin, sondern mit einer fundierten Ausbildung an renommierten europäischen Kunstakademien. Regelmäßige Studienaufenthalte, unter anderem in Trier und Bad Reichenhall, prägen ihr Schaffen. Dort arbeitet sie wochenweise in konzentrierter Atelieratmosphäre, fernab des Alltags. „Diese Intensität kann man zu Hause kaum erreichen“, sagt sie. „In dieser Zeit entstehen Arbeiten, die inhaltlich und formal eine andere Tiefe entwickeln.“
Ihr Weg zur Kunst war dennoch kein geradliniger. Nach einer Bankausbildung und vielen Berufsjahren fand sie über eine enge künstlerische Freundschaft und Mentorin zurück zu ihrer eigentlichen Leidenschaft. Die Anerkennung ihrer frühen Werke – auch durch die bekannte Künstlerin Tilli Börges – gab ihr den entscheidenden Impuls, ihren eigenen Stil konsequent weiterzuentwickeln.
Heute ist die Figur das Zentrum ihres Schaffens. Nicht naturalistisch, nicht verzerrt – sondern reduziert, poetisch, mit leiser Melancholie. Ihre Figuren wirken entrückt und zugleich nahbar, oft in Landschaften verortet, die eher innere Räume als reale Orte sind. „Ich möchte einen Ausdruck finden, der berührt, ohne zu überfordern“, beschreibt sie selbst. Einsamkeit, Traum, Fantasie – diese Themen ziehen sich durch ihr Werk.
Ihre Technik ist ebenso charakteristisch wie ihre Bildsprache: Ausgangspunkt ist stets eine dynamische, abstrakte Untermalung. Wilde Bewegungen, Farbschichten, Strukturen. Erst dann beginnt die Suche nach der Figur. Dafür greift sie auf eine große Sammlung von Körperhaltungen und Posen zurück – nicht als Abbild, sondern als Inspiration. „Ich schaue, welche Linien der Untergrund mir anbietet. Die Figur entsteht aus dem, was schon da ist.“ Manchmal wird die Leinwand gedreht, bis die Haltung sich zeigt. Dann beginnt das Herausarbeiten, das Verdichten, das Beruhigen der Flächen.
Neben den figurativen Arbeiten zeigt die Ausstellung auch florale Motive sowie eine Reihe neuer Werke, die während einer kreativen Pause entstanden – inspiriert vom „Supermond“, den sie im vergangenen November beobachtete. Diese Bilder öffnen einen weiteren, atmosphärischen Raum in ihrem Oeuvre.
Künstlerische Vorbilder findet sie unter anderem bei Jonas Burgert oder Manfred Fischer, deren figurative und abstrahierte Bildwelten sie seit Jahren begleiten. Doch Kopieren liegt ihr fern: „Man muss bei dem bleiben, was authentisch ist. Nur dann bleibt die eigene Handschrift bestehen.“ (Foto und Text: Kerstin Seeland)
Die Ausstellung ist noch bis zum 30. April 2026 zu sehen. Die Öffnungszeiten bis 1. März 2026 sind samstags von 14 – 17 Uhr und sonntags von 10.30 bis 17 Uhr, ab April 2026 dienstags – samstags 14 – 17 Uhr und sonntags 10.30 – 17 Uhr.
Nordenham – Zwischen Traum, Figur und innerer Landschaft – neue Ausstellung des Kunstvereins
„Auch hier ist irgendwo“ von Petra M. Tränker am 14. Februar 2026, um 17 Uhr
Begrüßung durch die Vorsitzende Anne Humboldt, Einführung in die Ausstellung durch die Künstlerin und Kunstpädagogin Annemarie Arndt aus Bremerhaven und musikalische Begleitung durch „Soul Brothers“
Als Doris Becker, vom Vorstand des Kunstvereins Nordenham, im vergangenen Jahr eine Ausstellung im Evangelischen Bildungszentrum Bad Bederkesa besuchte, war die Begeisterung unmittelbar. Die stillen, fast scheuen Figuren, die in den Fluren hingen, zogen alle in ihren Bann. Schnell entstand der Wunsch, diese besondere Bildwelt auch dem hiesigen Publikum zugänglich zu machen. Nun sind die Arbeiten erstmals im Obergeschoss des Museums Nordenham zu sehen.
Seit rund zwanzig Jahren arbeitet Petra M. Tränker intensiv künstlerisch – nicht als Autodidaktin, sondern mit einer fundierten Ausbildung an renommierten europäischen Kunstakademien. Regelmäßige Studienaufenthalte, unter anderem in Trier und Bad Reichenhall, prägen ihr Schaffen. Dort arbeitet sie wochenweise in konzentrierter Atelieratmosphäre, fernab des Alltags. „Diese Intensität kann man zu Hause kaum erreichen“, sagt sie. „In dieser Zeit entstehen Arbeiten, die inhaltlich und formal eine andere Tiefe entwickeln.“
Ihr Weg zur Kunst war dennoch kein geradliniger. Nach einer Bankausbildung und vielen Berufsjahren fand sie über eine enge künstlerische Freundschaft und Mentorin zurück zu ihrer eigentlichen Leidenschaft. Die Anerkennung ihrer frühen Werke – auch durch die bekannte Künstlerin Tilli Börges – gab ihr den entscheidenden Impuls, ihren eigenen Stil konsequent weiterzuentwickeln.
Heute ist die Figur das Zentrum ihres Schaffens. Nicht naturalistisch, nicht verzerrt – sondern reduziert, poetisch, mit leiser Melancholie. Ihre Figuren wirken entrückt und zugleich nahbar, oft in Landschaften verortet, die eher innere Räume als reale Orte sind. „Ich möchte einen Ausdruck finden, der berührt, ohne zu überfordern“, beschreibt sie selbst. Einsamkeit, Traum, Fantasie – diese Themen ziehen sich durch ihr Werk.
Ihre Technik ist ebenso charakteristisch wie ihre Bildsprache: Ausgangspunkt ist stets eine dynamische, abstrakte Untermalung. Wilde Bewegungen, Farbschichten, Strukturen. Erst dann beginnt die Suche nach der Figur. Dafür greift sie auf eine große Sammlung von Körperhaltungen und Posen zurück – nicht als Abbild, sondern als Inspiration. „Ich schaue, welche Linien der Untergrund mir anbietet. Die Figur entsteht aus dem, was schon da ist.“ Manchmal wird die Leinwand gedreht, bis die Haltung sich zeigt. Dann beginnt das Herausarbeiten, das Verdichten, das Beruhigen der Flächen.
Neben den figurativen Arbeiten zeigt die Ausstellung auch florale Motive sowie eine Reihe neuer Werke, die während einer kreativen Pause entstanden – inspiriert vom „Supermond“, den sie im vergangenen November beobachtete. Diese Bilder öffnen einen weiteren, atmosphärischen Raum in ihrem Oeuvre.
Künstlerische Vorbilder findet sie unter anderem bei Jonas Burgert oder Manfred Fischer, deren figurative und abstrahierte Bildwelten sie seit Jahren begleiten. Doch Kopieren liegt ihr fern: „Man muss bei dem bleiben, was authentisch ist. Nur dann bleibt die eigene Handschrift bestehen.“ (Foto und Text: Kerstin Seeland)
Die Ausstellung ist noch bis zum 30. April 2026 zu sehen. Die Öffnungszeiten bis 1. März 2026 sind samstags von 14 – 17 Uhr und sonntags von 10.30 bis 17 Uhr, ab April 2026 dienstags – samstags 14 – 17 Uhr und sonntags 10.30 – 17 Uhr.
Wann: 14.02.2026, 17:00 Uhr
Wo: Hansingstraße 18, 26954 Nordenham