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11.02.2026, Lokalredaktion
Im April des Jahres 2015 entdeckten die drei Hobby-Fotografinnen Birte Walecki, Ute Ostendorf und Brigitte Otto aus der Wesermarsch, für sich in den Überschwemmungswiesen bei Berne eine botanische Seltenheit: die Schachbrettblume Fritillaria meleagris.
Da es in der freien Natur Deutschlands nur wenige Standorte gibt, auf denen sie gedeiht, wurde sie unter Artenschutz gestellt. Die naturbegeisterten Freundinnen fanden, was sie zu dem damaligen Zeitpunkt noch nicht ahnten, eines ihrer künftigen Lieblingsmotive. Seit nunmehr 10 Jahren packt sie kontinuierlich der Ehrgeiz, diesen aparten Frühblüher fototechnisch immer wieder neu in Szene zu setzen. Zur besten Blütezeit stehen sie früh auf, um rechtzeitig in der Morgendämmerung an den Rändern der geschützten Wiesen ihre idealen Motive zu finden und die Kameras in Position zu bringen.
Nach sehr kalten Nächten dauert es nämlich nicht lange, bis die Kraft der aufgehenden Sonne die Eiskristalle, die sich auf den Pflanzen gebildet haben, schmelzen lässt. Beste Bedingungen für gelungene Aufnahmen im kühlem Morgenlicht oder leichten Frühnebel sind zum Beispiel: die Frostnadeln auf den Blüten und die später beim Auftauen entstehenden zauberhaften Wassertropfen. Das ungewöhnliche Muster der Blüte, von dem das Liliengewächs seinen gebräuchlichen Namen herleitet und der meist elegant geschwungene Stängel, kommen erst bei Nahaufnahmen richtig zur Geltung.
Einige ihrer schönsten Aufnahmen zeigen die Fotografinnen in einer Fotoausstellung vom 12. Februar bis 20. Mai 2026 im Rathaus Lemwerder.
Mehr Bilder auf den Webseiten von Birte Walecki : birte-walecki-fotografie.jimdosite.com und Ute Ostendorf : utes-fotoalbum.jimdosite.com (pm/lr)