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26.02.2026, Lokalredaktion
Jahrzehntelange Erfahrung, Engagement und unternehmerische Unterstützung: Die Wirtschaftssenioren Wesermarsch der Wirtschaftsförderung Wesermarsch feiern ihr zehnjähriges Bestehen. Im Rahmen einer Feierstunde, die von den Mitarbeitern der Wirtschaftsförderung Wesermarsch, Prof. Dr. Lutz Stührenberg, Carolin Lange-Dwillies und Irina Martens initiiert wurde, blickten Carolin Lange-Dwillies und Gründungsmitglieder auf die Entstehungsgeschichte und die Entwicklung der Initiative zurück, die seit 2014 fester Bestandteil der regionalen Wirtschaftsförderung ist.
Von der Idee zur Institution
„Bereits um das Jahr 2000 gab es erste Überlegungen, ein ehrenamtliches Beratungsgremium aus erfahrenen Unternehmerinnen und Unternehmern aufzubauen“, erinnerte sich Carolin Lange-Dwillies, die den Wirtschaftssenioren von Beginn an zur Seite stand, „Doch die Suche nach geeigneten Persönlichkeiten gestaltete sich zunächst schwierig, da viele potenzielle Kandidaten beruflich noch stark eingebunden waren oder scheuten den zusätzlichen Aufwand scheuten. Die Idee geriet vorübergehend in den Hintergrund, blieb jedoch präsent.“
Ein neuer Impuls folgte 2014: Der damalige Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung griff das Thema erneut auf und fand schließlich in einem erfahrenen Banker aus Nordenham einen engagierten Mitstreiter. Dieser brachte weitere Interessenten zusammen – der entscheidende Schritt zur Gründung der Wirtschaftssenioren Wesermarsch.
Acht Gründungsmitglieder legen den Grundstein
Vor zehn Jahren trafen sich schließlich rund 25 Interessierte im Haus der Wirtschaftsförderung. Acht von ihnen gründeten die Wirtschaftssenioren Wesermarsch – angelehnt an vergleichbare Initiativen, die bundesweit bereits erfolgreich arbeiteten. Zu den Gründungsmitgliedern gehören unter anderem Udo van Norden (Stadland), Heiko Uflacker (Brake), Egon Stührenberg (Butjadingen) und der heutige Sprecher der Gruppe, Bernhard Klopp (Brake), der ebenfalls seit Beginn dabei ist. Heute sind neben den Vorgenannten auch noch Gunnar Meier (Stadland), Dr. Monika Michaelsen (Oldenburg) und Heinz Doormann (Elsfleth) dabei.
Breites Beratungsspektrum – von Existenzgründung bis Unternehmensnachfolge
Die Wirtschaftssenioren unterstützen seit ihrer Gründung sowohl bestehende Unternehmen als auch Existenzgründerinnen und -gründer. In den vergangenen zehn Jahren wurden rund 50 Beratungsaufträge erfolgreich begleitet. Die Bandbreite reicht von Gartenbau- und Handwerksbetrieben über Dienstleister bis hin zu technologieorientierten Gründungen.
Besonders gefragt war die Expertise der Seniorinnen und Senioren im Bereich der Existenzgründung. Aber auch zwei komplexe Unternehmensnachfolgen konnten erfolgreich begleitet werden – ein Bereich, der in der Region zunehmend an Bedeutung gewinnt.
Engagement, Teamgeist und Zukunftspläne
Aktuell besteht die Gruppe aus sieben Mitgliedern. Bernhard Klopp betonte in seiner Ansprache den besonderen Zusammenhalt: „Wir haben uns als Team immer gut verstanden. Unstimmigkeiten gab es praktisch nie – dafür möchte ich allen ehemaligen und aktuellen Mitgliedern ausdrücklich danken.“ Die Gruppe berät ehrenamtlich, aber gegen eine kleine Gebühr. Die Beratung ist eine Form der Hilfe zur Selbsthilfe und steht nicht in Konkurrenz zu Rechts-, Steuer-, Finanz- und Unternehmensberatungen.
Für die Zukunft wünschen sich die Wirtschaftssenioren weitere erfahrene Persönlichkeiten, die ihre Expertise einbringen möchten. „Zehn Mitglieder wären ideal, um die wachsenden Aufgaben weiterhin gut bewältigen zu können“, so Klopp.
Ein besonderer Dank galt zudem der Wirtschaftsförderungsgesellschaft, die die Arbeit der Seniorengruppe seit Beginn unterstützt und auch die Jubiläumsveranstaltung ausrichtete.
Interessierte können sich mit einer Anfrage an Carolin Lange-Dwillies unter 04401-996905 oder carolin.lange-dwillies@wf-wesermarsch.de wenden. (Foto und Text: Kerstin Seeland)
Titelfoto: von links: Heiko Uflacker, Gunnar Meier, Bernhard Klopp, Dr. Monika Michaelsen, Udo van Norden, Carolin Lange-Dwillies, Irina Martens, Heinz Doormann, Prof. Dr. Lutz Stührenberg und Egon Stührenberg