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16.04.2026, Lokalredaktion
KVN-Vorstand solidarisiert sich mit den gestern auch in Hannover demonstrierenden niedergelassenen Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten. Eine Absenkung der Honorare um 4,5 Prozent ist völlig indiskutabel.
Die Kassenärztliche Vereinigung Niedersachen (KVN) lehnt die kürzlich getroffene Entscheidung des Erweiterten Bewertungsausschusses, die Honorare für psychotherapeutische Leistungen um 4,5 Prozent abzusenken, weiter entschieden ab und solidarisiert sich mit den heute demonstrierenden niedergelassenen Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten – ein Protest findet auch in der Landeshauptstadt Hannover statt. „Psychotherapie ist mehr denn je auf breiter gesellschaftlicher Basis von Nöten und jeden Cent wert“, sagte der KVN-Vorstandsvorsitzende, Mark Barjenbruch. „Ministerin Warken sollte den Beschluss des Erweiterten Bewertungsausschusses kassieren und den Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten so die Wertschätzung entgegenbringen, die sie verdienen.“
„Die Entscheidung über die Kürzung der Honorare ist völlig unverständlich und inakzeptabel“, betonte auch der stellvertretende KVN-Vorstandsvorsitzende Thorsten Schmidt. „Der Bedarf nach Psychotherapie steigt nicht erst seit Corona an. Durch die Politik werden Wartezeiten auf Termine immer länger. Die psychotherapeutische Leistung und deren angemessene Honorierung klaffen weit auseinander.“ Außerdem seien die Psychotherapeuten ohnehin die Fachgruppe mit den niedrigsten Honoraren, so der KVN-Vize.
KVN-Vorständin Nicole Löhr ergänzte: „Leidtragende der Kürzungen werden auch die Patientinnen und Patienten sein. Die Krankenkassen sparen am falschen Ende. Die Demonstrationen heute unterstütze ich daher voll und ganz.“
Der Vorstand der KVN forderte das Bundesministerium für Gesundheit als Rechtsaufsicht auf, den Beschluss zu beanstanden. (pm/lr – Foto: Symbolbild pixabay)