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19.06.2026, Lokalredaktion
Bürgermeisterin Christina Winkelmann lädt Verantwortliche zum Ortstermin Lemwerder. Bis zum Drachenfest soll sie nun fertig sein: Bei einem Treffen Verantwortlichen vor Ort mit Bürgermeisterin Christina Winkelmann hat Johann de Buhr, Leiter des Geschäftsbereichs Oldenburg der niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau, jetzt zugesichert, dass die Erhöhung des Deichschaarts bis Ende August
abgeschlossen sein wird. „Wir liegen voll im neuen Zeitplan und nichts sieht danach aus, dass sich das noch einmal ändern wird“, sagte er bei einem Leitungstreffen auf der Baustelle.
Bürgermeisterin fordert Einhaltung des Zeitplans
Zu dem Treffen vor Ort hatte Bürgermeisterin Christina Winkelmann eingeladen, um noch einmal deutlich zu machen, welche Auswirkungen die zeitlichen Verzögerungen auf die Bürger und Pendler der Gemeinde Lemwerder haben. „Ein weiterer Verzug wäre nicht mehr hinnehmbar“, gab sie den Verantwortlichen mit auf den Weg.

von Erde Fassadenreste alter Wohnhäuser freigelegt worden.
Bauunternehmen erhöht Anzahl der Bauarbeiter
Dass die Bauarbeiten voll im neuen Terminplan liegen, bestätigte auch Robert Folgmann, Geschäftsführer des ausführenden Bauunternehmens „Herdejürgen & Harmsen“. Nach mehreren Verzögerungen – zunächst durch unterschiedliche Auffassungen der Statiker und dann witterungsbedingt durch den Winter – hatte die Baugesellschaft die Anzahl der Bauarbeiter auf der Deichschaart-Baustelle verdoppelt, um verlorene Zeit wiedergutzumachen. Seitdem laufen die Arbeiten auf Hochtouren. Bau-Experte Robert
Folgmann: „Wir haben selbst kein Interesse daran, dass die Baustelle länger bleibt. Mit Verzögerungen verdienen wir kein Geld.“
Mehrere zeitliche Verzögerungen
Die niedersächsische Straßenbaubehörde als Träger der Baumaßnahme hatte ursprünglich geplant, die Erhöhung des Deichschaarts bis September 2025 noch vor Beginn der Hochwassersaison fertigzustellen. Doch dazu kam es nicht. Weil sich zwei Statiker im Sommer bei neu auftauchenden Fragen zur Tragfähigkeit vorhandener Bausubstanz in Verbindung mit den neuen Bauteilen nicht einig wurden, kam es für zwei Monate zu einem Baustopp. Ein weiteres Mal sorgte dann der Winter für Zeitverzögerungen, weil die Witterung ein Aushärten des Betons unmöglich machte. Eine weitere Überraschung tauchte jetzt auf: Sowohl auf der Ost- als auch der Westseite wurden beim Abbaggern des Erdreichs Mauerreste alter Wohnhäuser freigelegt, mit denen so niemand gerechnet hatte. „Dass sind die Nebenkriegsschauplätze, die man immer so hat“, schilderte Sachgebietsleiter Rolf Waterkamp von der Straßenbaubehörde. Einen erneuten Stopp der Bauarbeiten bedeute das allerdings nicht.
Mauerreste alter Wohnhäuser freigelegt
Durch die zeitliche Verzögerung hatte auch der ursprüngliche Plan, das Schaart halbseitig geöffnet zu lassen, gestrichen werden müssen. Grund war ein veränderter Ablauf einzelner Bauschritte, durch den die Sicherheit der Passanten nicht mehr hätte gewährleistet werden können.
Deichschaart-Überweg kein Zeichen weiterer Verzögerungen
Die Durchfahrt durch das Schaart soll nun ab Ende August wieder möglich sein. „Daran ändert auch das aktuelle Wetter nichts“, verspricht Behördenleiter Johann de Buhr. Sorgen, dass der jetzt erst errichtete Alternativweg zum Überqueren des Deichs Zeichen einer weiteren Verzögerung sei, entkräftete er: „Durch das anhaltende Drängen von Bürgermeisterin Christina Winkelmann ist trotz vorhandener Bedenken die Notwendigkeit erkannt worden, in diesem Bereich einen Weg über den Deich für Fußgänger und
Radfahrer zu ermöglichen.“ (pm/lr – Fotos: Gemeinde Lemwerder)
Titelfoto: Leitungsgespräch vor Ort: Bauamtsleiter Dennis Paack, Bürgermeisterin Christina Winkelmann, Behördenleiter Johann de Buhr, Bauunternehmer Robert Folgmann und Bauwächter Sebastian Schumacher (v.l.) sind einhellig der Meinung, dass die Deichschaart-Baustelle so schnell wie möglich fertig werden muss.