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01.07.2026, Lokalredaktion
In einer Hobbygeflügelhaltung im Landkreis Wesermarsch wurde am 1. Juli 2026 das Virus der Vogelinfluenza nachgewiesen. Die Tierhaltung liegt in der Gemeinde Lemwerder.
Die Tiere dieser Haltung haben sich wahrscheinlich bei Wildvögeln infiziert. Der Betrieb liegt in der Nähe von Gewässern und Bereichen, in denen sich naturgemäß viele Wildvögel aufhalten. Von den Mitarbeitenden des Veterinäramtes wurden nach den Verdachtsmeldung unverzüglich alle erforderlichen Maßnahmen eingeleitet. Verbliebene Tiere wurden getötet und es werden Reinigungs- und Desinfektionsmaßnahmen veranlasst und überwacht.
Die Ermittlungen haben ergeben, dass keine relevanten Kontakte zu anderen Geflügelhaltungen bestehen. Auf der Grundlage einer Risikoanalyse wird daher auf die Einrichtung von Sperrzonen verzichtet.
Vogelgrippe ist bei Wildvögeln weit verbreitet. In den letzten Wochen hat es im Verbandsgebiet vereinzelt Nachweise bei Wildvögeln gegeben. Auch wenn keine Sperrzonen eingerichtet werden müssen, ist es daher entscheidend, dass alle Vogelhalter Ihre Bestände schützen und ihre Tiere genau beobachten.
Insbesondere ist die Hygiene beim Betreten von Geflügelhaltungen wichtig (Schuhwechsel, Schutzkleidung). Hausgeflügel darf keinen Kontakt zu Wildvögeln haben und darf nur an Stellen gefüttert werden, die für Wildvögel unzugänglich sind. Die Tiere dürfen auch nicht mit Oberflächenwasser getränkt werden, zu dem Wildvögel Zugang haben. Futter, Einstreu und sonstige Gegenstände, mit denen Geflügel in Berührung kommen kann, ist für Wildvögel unzugänglich aufzubewahren. Dies gilt für alle Geflügelhalter, auch für Hobbybetriebe.
Ein Merkblatt zu Biosicherheitsmaßnahmen bei Hobbygeflügelbetrieben finden Sie auf der Homepage des Zweckverbandes Veterinäramt JadeWeser: https://www.jade-weser.de/tiergesundheit/vogelgrippe/ (pm/lr – Foto: Symolbild)