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11.07.2026, Lokalredaktion
Nach dem heutigen Demonstrationszug gegen die angekündigte Schließung des St.-Bernhard-Hospitals in Brake bezieht Bürgermeister Michael Kurz klar Stellung zu den öffentlichen Vorwürfen des Organisators Vehbi Sentürkler. Dieser hatte behauptet, der Stadtrat und die Verwaltung hätten die Bevölkerung bereits längere Zeit über die Lage des Krankenhauses belogen.
Michael Kurz wies diese Darstellung mit deutlichen Worten zurück: „Die Behauptung ist falsch – und ich weise sie mit aller Schärfe zurück.“ Damit reagiert der Bürgermeister unmittelbar auf Sentürklers Vorwürfe und stellte klar, dass die Aussagen nicht der Wahrheit entsprächen: „Das schlägt dem Fass den Boden aus. Die Behauptung von Herrn Sentürkler ist grundsätzlich falsch.“
Er bestätigte, dass Rat und Verwaltung über die Insolvenz des Krankenhausträgers informiert waren – jedoch nicht über eine konkrete Schließungsentscheidung. „Die Stadtratsmitglieder und ich haben von der Insolvenz gewusst. Wir haben als Rat und Verwaltung Unterstützung angeboten, unter anderem eine Bürgschaft. Diese war rechtlich jedoch nicht machbar.“
Michael Kurz betonte, dass die kommunale Ebene keine Entscheidungsbefugnis über die Zukunft des Krankenhauses habe: „Das St.-Bernhard-Hospital ist eine private, in diesem Fall kirchliche, Einrichtung. Es ist ein Wirtschaftsunternehmen, das selbst über seine Zukunft entscheidet. Wir als Rat haben überhaupt keine Möglichkeit, einzugreifen.“
Deutliche Zurückweisung der Vorwürfe
Mit Blick auf Vehbi Sentürklers Vorwurf, der Rat habe gelogen, formulierte Kurz unmissverständlich: „Gelogen haben wir auf keinen Fall. Wir haben versucht, gemeinsam mit dem Geschäftsführer Frank Germeroth Lösungen zu finden, um das Krankenhaus zu erhalten. Daher ist das, was Vehbi Sentürkler behauptet, eine Lüge.“ Der Bürgermeister machte deutlich, dass die kommunale Seite stets bemüht gewesen sei, den Standort zu sichern – trotz begrenzter Einflussmöglichkeiten.
Mit seiner Stellungnahme setzt Bürgermeister Michael Kurz ein klares Zeichen gegen die öffentliche Darstellung, der Rat habe bewusst Informationen zurückgehalten. Er unterstreicht, dass die Schließungsentscheidung allein beim Träger lag und die kommunale Ebene rechtlich kaum Handlungsspielraum hatte. (Foto: privat / Text Kerstin Seeland)