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17.07.2026, Lokalredaktion
Der CDU‑Landtagsabgeordnete Björn Thümler drängt auf mehr Transparenz und schnellere Informationen zur Qualität des Grundwassers in Niedersachsen. Anlass ist eine aktuelle Anfrage seines Fraktionskollegen Dr. Marco Mohrmann, die zeigt, dass die Datenlage unübersichtlich ist. Wichtige Entwicklungen der vergangenen Jahre würden sich in den öffentlich zugänglichen Informationen bislang kaum widerspiegeln.
Nach Angaben des Umweltministeriums liegen in der Landesdatenbank bereits Messwerte bis einschließlich 2024 vor. Diese Daten werden vom NLWKN erhoben und nach einer Plausibilitätsprüfung allerdings erst mit deutlicher zeitlicher Verzögerung veröffentlicht. Aktuelle Daten bezüglich der Qualität des Trinkwassers sollten zeitnah verfügbar sein, betont Thümler.
Besonders irritierend sei, dass die öffentlich abrufbaren Nitratkarten des Umweltministeriums noch den Zeitraum 2016 bis 2021 abbilden und damit zentrale Entwicklungen wie etwa den seit 2020/2021 negativen Stickstoffsaldo in Niedersachsen oder die 2021 verschärfte Düngeverordnung nicht berücksichtigen. „Die Landwirtschaft hat in den vergangenen Jahren viel unternommen, um Nährstoffeinträge zu reduzieren. Wenn positive Trends entstehen, müssen sie auch sichtbar werden“, so Thümler weiter.
Das Umweltministerium verweist darauf, dass das System „Boden–Grundwasser“ langsam reagiert und Veränderungen erst mit Verzögerung messbar werden. Frühindikatoren wie Nährstoffbilanzen oder Sickerwasseranalysen könnten zwar frühzeitig Verbesserungen zeigen, doch an vielen Messstellen seien bislang keine positiven Trends erkennbar. Für Thümler ist das ein weiterer Grund, die Datenlage zu verbessern. „Gerade in einer Region wie der Wesermarsch, die stark von Landwirtschaft und Wasserwirtschaft geprägt ist, brauchen wir ein transparentes Monitoring.“
Motivierend könne es laut Landesregierung wirken, wenn Landwirtinnen und Landwirte frühzeitig sehen, dass ihre Maßnahmen Erfolg haben. Thümler unterstützt diesen Ansatz. Der CDU-Landtagsabgeordnete fordert deshalb, dass das Umweltministerium aktuelle Grundwasserdaten schneller veröffentlicht und die Nitratkarten zeitnah aktualisiert. (pm/lr – Foto: KI generiertes Symbolbild)