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18.07.2026, Lokalredaktion
Mit Unterstützung des EU‑Förderprogramms LEADER hat der Schützenverein Jaderberg seinen Schießstand umfassend modernisiert. Die bisherige mechanische Zuganlage wurde durch eine elektronische Schießanlage ersetzt, die moderne Trainings‑ und Wettkampfbedingungen schafft und den Verein fit für die Zukunft macht.
„Die öffentliche Förderung ermöglicht eine zukunftsweisende Investition in unsere Vereinsinfrastruktur und trägt dazu bei, den Schießsport in der Region nachhaltig, attraktiv und barrierefrei weiterzuentwickeln“, betont Olaf Müller, Vorsitzender des Schützenvereins. Die neue Anlage erlaubt sofortige Ergebnisauswertung, geringeren Wartungsaufwand und langfristige Kosteneinsparungen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Barrierefreiheit: Gemauerte Brüstungen wurden entfernt und durch höhenangepasste Schießtische ersetzt, sodass auch ältere oder körperlich eingeschränkte Schützinnen und Schützen ohne Hindernisse teilnehmen können.

Die Modernisierung wurde mit rund 26.000 Euro Gesamtvolumen umgesetzt, davon 19.000 Euro EU‑Förderung über das LEADER‑Programm und weitere Mittel aus dem Regionalfonds „Wesermarsch in Bewegung“. Meike Lücke, Regionalmanagerin der LEADER‑Region, hebt den sozialen und ökologischen Mehrwert hervor: „Wir fördern Projekte, die Barrierefreiheit und Nachhaltigkeit vereinen. Hier wird der Schießsport digital, inklusiv und umweltfreundlich – sogar Papierscheiben werden nicht mehr benötigt.“
Auch Jades Bürgermeister Henning Kaars würdigt das Engagement: „Für Vereine ist die Umsetzung solcher EU‑Projekte eine Herausforderung. Umso erfreulicher ist es, wenn sie mit Unterstützung des Regionalmanagements erfolgreich realisiert werden. Die Barrierefreiheit ist dabei ein besonders wichtiger Punkt.“
Neben der technischen Erneuerung wurde der Boden komplett ausgetauscht, die Beleuchtung optimiert und die Schießstände neu angeordnet. Das Projekt wurde weitgehend in Eigenleistung umgesetzt – rund 800 Arbeitsstunden leisteten Vereinsmitglieder, insbesondere jüngere Schützen. „Hier ist eine starke Gemeinschaft entstanden“, sagt Müller. „Das Projekt war nicht nur eine bauliche, sondern auch eine soziale Modernisierung.“
Mit der neuen Anlage kann der Verein künftig Wettkämpfe auf Kreis‑ und Bezirksebene ausrichten und bleibt ein lebendiger Treffpunkt für Sport, Ehrenamt und Gemeinschaft in der Gemeinde Jade. (Fotos und Text: Kerstin Seeland)