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17.08.2026, Lokalredaktion
Die Vorbereitungen für das Stadtfest Nordenham vom 20. bis 23. August 2026 sind abgeschlossen – und in diesem Jahr setzt die Stadt ein deutlich erweitertes Sicherheitskonzept um. Nach dem Angriff auf den Christopher Street Day in Berlin haben Verwaltung und Ordnungsamt die bereits geplanten Maßnahmen überprüft und durch professionelle Sperrsysteme ergänzt.

Erhöhte Sicherheitsstandards in der Innenstadt
Ordnungsamtsleiterin Sonja Brödje betont, dass absolute Sicherheit nicht erreichbar sei, die Stadt jedoch ihrer Verantwortung nachkomme. Statt der bisherigen Schikanen und Betonblöcke kommen nun mobile Straßenbarrikaden aus Stahl zum Einsatz. Dazu zählen Armis-One-Sperren sowie Pitagone-Module, die durch ihre Verkettung ein hohes Widerstandsniveau gegen Fahrzeuge bieten.
Die Zugänge zu Marktplatz und Fußgängerzone werden damit gezielt geschützt. Zusätzlich wird der Bereich rund um die Bühne am Peterleeplatz durch große, stichfeste Wasserbehälter – sogenannte Indutainer – abgesichert. Trotz der Aufrüstung bleiben die Mehrkosten überschaubar, da die neuen Systeme schneller aufgebaut werden können und weniger Personal benötigen.

Finanzierung und organisatorischer Übergang
Für das Stadtfest ist im städtischen Haushalt ein Zuschuss von 60.000 Euro eingeplant. Nach Abzug von Standgebühren und Sponsorengeldern rechnet NMT-Geschäftsführerin Ilona Tetzlaff mit einem städtischen Defizit von rund 30.000 Euro.
Die Veranstaltung wird in diesem Jahr letztmalig von Nordenham Marketing & Touristik (NMT) organisiert. Ab 2027 übernimmt die neue Zukunftswerk Nordenham GmbH die Verantwortung für Planung und Durchführung.
„Ein Fest für alle“ – Gemeinschaft im Mittelpunkt
Bürgermeister Nils Siemen unterstreicht die Bedeutung des Stadtfestes für das gesellschaftliche Leben: „Solche Veranstaltungen stärken das Miteinander und sind ein wichtiger Teil unserer Stadtkultur.“ Das Programm wurde bewusst regional ausgerichtet. Viele Bands, Chöre und Tanzgruppen stammen aus Nordenham und der Umgebung. Ein besonderer Akzent ist die Kooperation mit dem Fonsstock-Verein, der die Bühne am Peterleeplatz gestaltet und dort an zwei Abenden ein breites Spektrum von Punkrock bis Shanty präsentiert.

Musikprogramm auf drei Bühnen
Auf der Hauptbühne am Marktplatz sorgen bekannte regionale Acts für Stimmung:
- Prime Time (Donnerstag, 19–22 Uhr) – Die Buden auf dem Marktplatz öffnen um 17 Uhr.
- Ultraviolett (Freitag, 20.30–22 Uhr) – Die Buden öffnen um 16 Uhr, der Festumzug startet um 18 Uhr.
- Rollo & Bernhard (Freitag, 22.30–1 Uhr)
- Aquacity (Sonnabend, 20–1 Uhr)
Auf der Fonstock-Bühne spielen am Freitag:
- 19.00 Uhr • Ellwürder Hafensänger
- 19.45 Uhr • The Give it Up‘s
- 21.00 Uhr • Kotze K.
- 22.15 Uhr • Shanty-Chor Rodenkirchen
- 23.45 Uhr • Queens of Everything
Am Sonnabend spielen auf der Fonstock-Bühne:
- 18.00 Uhr • Friedrich und die Augusthütten
- 19.00 Uhr • SlimfitXL
- 20.00 Uhr • Zementkrätze
- 21.30 Uhr • Not my Art
- 23.45 Uhr • The Nemos
Der DJ-Tower „Dock 6“ in der Jakobstraße wird am Freitag und Sonnabend von DJ Matze Ahlers bespielt. Die Buden dürfen jeweils eine Stunde nach Ende des Musikprogramms geöffnet bleiben.

Familienprogramm und besondere Gäste
Der Jahnplatz wird am Sonnabend von 11 bis 17 Uhr zur großen Kinderfestfläche mit Piratenthema, Hüpfburgen, Bungee-Jumping und Mini-Rider. Als Walking-Acts mischen sich Käpt’n Blaubär und Hein Blöd unter die Besucher.
Am Nachmittag übernimmt Michael Thürnau um 14.30 Uhr die Hauptbühne und lädt zum Bingo ein, bevor die Tanzgruppen des SV Nordenham ab 16.45 Uhr auftreten.

Ausklang am Sonntag
Der Sonntag beginnt um 10 Uhr mit einem ökumenischen Gottesdienst, musikalisch begleitet von Magnificat und Spirit Fruit. Ab 11 Uhr folgt das traditionelle Chorkonzert, bei dem unter anderem der Generationenchor, die Hafenperlen, die White Gospels, die Seelenblumen und der Shantychor Nordenham auftreten.

Kulinarisches Angebot
Von Weinbar über Cocktails bis Streetfood ist für vielfältige Verpflegung gesorgt. Das Rondell vor der ehemaligen Post wird zum Biergarten umgestaltet und lädt ebenfalls zum Verweilen ein. (Fotos und Text: Kerstin Seeland)