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18.09.2026, Lokalredaktion
Stadt nimmt am 13. und 14. Oktober Gräben, Grüppen und Durchlässe in den Blick
Gräben, Grüppen und Durchlässe gehören in Nordenham ganz selbstverständlich zum Stadtbild. Gleichzeitig erfüllen sie eine wichtige Aufgabe: Sie sorgen dafür, dass Regenwasser aufgenommen und weitergeleitet werden kann. Damit das zuverlässig funktioniert, findet am 13. und 14. Oktober 2026 die diesjährige Gewässerschau im Stadtgebiet statt.
Gerade in unserer Region ist ein gut funktionierendes Entwässerungssystem besonders wichtig. Der typische Kleiboden nimmt nur wenig Wasser auf, gleichzeitig können versiegelte Flächen Niederschläge nicht versickern lassen. Umso wichtiger ist es, dass die vorhandenen Gräben, Grüppen und Durchlässe frei und funktionsfähig bleiben.
Bei der Gewässerschau nimmt die Stadt Nordenham gemeinsam mit der Unteren Wasserbehörde des Landkreises Wesermarsch ausgewählte Gewässerabschnitte und wasserwirtschaftliche Anlagen in Augenschein. Welche Bereiche betrachtet werden, richtet sich zum einen nach Hinweisen und Einzelmeldungen aus dem vergangenen Zeitraum, zum anderen nach den jährlich wechselnden Schauabschnitten im Stadtgebiet.
Die Entwässerungsgräben und -grüppen zählen zu den Gewässern III. Ordnung. Für ihre Unterhaltung sind grundsätzlich die jeweiligen Eigentümerinnen und Eigentümer beziehungsweise Anliegerinnen und Anlieger verantwortlich. Ziel ist es, den ordnungsgemäßen Wasserabfluss zu gewährleisten und Beeinträchtigungen möglichst frühzeitig zu erkennen und zu beseitigen.
Die Stadt bittet deshalb darum, Gräben, Grüppen und Durchlässe vor dem Termin noch einmal zu überprüfen und erforderliche Aufreinigungs- oder Unterhaltungsarbeiten möglichst rechtzeitig vorzunehmen.
Für die Durchführung der Gewässerschau sind die Schaubeauftragten gesetzlich befugt, Grundstücke zu betreten. Die Anwohnerinnen und Anwohner werden daher gebeten, den Zugang zu den Gewässern zu ermöglichen. In der Praxis versucht die Stadt, Grundstücke möglichst im direkten Einvernehmen zu betreten. Sollte niemand angetroffen werden und ein Betreten erforderlich sein, wird in der Regel eine kurze Information im Briefkasten hinterlassen.
Werden bei der Gewässerschau Unterhaltungsdefizite festgestellt, informiert die Untere Wasserbehörde des Landkreises Wesermarsch als zuständige Behörde die jeweiligen Unterhaltungspflichtigen über die erforderlichen Maßnahmen.
Eine gute Grabenunterhaltung hilft am Ende allen. Denn nur wenn die vielen einzelnen Gräben, Grüppen und Durchlässe funktionieren, kann auch das gesamte Entwässerungssystem zuverlässig arbeiten. Gerade mit Blick auf stärkere Niederschlagsereignisse ist es deshalb wichtig, gemeinsam dafür zu sorgen, dass das Wasser seinen Weg findet. (pm/lr – Foto: Symbolbild pixabay)