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21.10.2026, Lokalredaktion
Die Nachfolge im Kulturbüro der Seefelder Mühle ist geregelt: Seit Oktober hat Mel Steffler die organisatorische Leitung des Büros übernommen. Die 41-Jährige stammt ursprünglich aus Wuppertal und tritt die Nachfolge von Anke Eymers an, die das Kulturbüro über 21 Jahre hinweg geprägt hat. Bereits im September konnte Mel Steffler die Arbeit im Rahmen einer ehrenamtlichen Einarbeitung kennenlernen.
Der Schritt an die Nordseeküste ist für sie mehr als nur ein Jobwechsel. Gemeinsam mit ihrem Mann entdeckte sie die Region bei einem Urlaub in Eckwarden und verliebte sich auf Anhieb in die Landschaft und die besondere Atmosphäre. „Wir haben uns beide schockverliebt in die Gegend hier“, erzählt sie. Nach intensiver Planung fiel schließlich die Entscheidung, einen neuen Lebensmittelpunkt in Eckwarden zu schaffen. Während eine Wohnung in Wuppertal erhalten bleibt, ist Mel Steffler nun mit ihrer Katze und, wie sie selbst augenzwinkernd sagt, „dem halben Mann“ an die Küste gezogen.
Nach mehr als 25 Jahren als Optikerin war für sie die Zeit reif für eine berufliche Veränderung. „Ich habe festgestellt, dass man nicht für immer den Beruf ausüben muss, den man einmal gelernt hat“, sagt sie. Der Wechsel zur Seefelder Mühle passt dabei perfekt zu ihren Interessen: Sie liebt Musik, Literatur und Kulturveranstaltungen und schätzt den Kontakt zu Menschen. „Ich habe einfach Lust auf den Job“, bringt sie ihre Motivation auf den Punkt.
Die Einarbeitung durch ihre Vorgängerin Anke Eymers verlief nach eigenen Worten hervorragend. In ihrem Sinne möchte Mel Steffler die bewährte Arbeit des Kulturbüros fortführen und gleichzeitig neue Impulse setzen. Zu ihren Aufgaben gehören die Organisation des Büroalltags, die Betreuung von Künstlerinnen und Künstlern, die Veranstaltungsplanung sowie die Kommunikation rund um die vielfältigen Angebote der Seefelder Mühle. Ein besonderes Anliegen ist ihr zudem die weitere Digitalisierung von Arbeitsabläufen.
Auch privat bringt Mel Steffler viele Interessen mit, die gut zum Kulturzentrum passen. Sie liest und zeichnet gerne, besucht Konzerte und Veranstaltungen, fährt Fahrrad und verbringt ihre Freizeit gerne mit Gesellschaftsspielen. An ihrem neuen Wohnort fühlt sie sich bereits angekommen. „Es ist alles sehr schön hier, die Gegend, die Mühle und sogar das Wetter“, sagt sie mit einem Lächeln. Besonders schätzt sie die entschleunigte Lebensweise, die ihr im Vergleich zur Großstadt ein ganz neues Zeitgefühl vermittelt.
In den kommenden Wochen möchte sie vor allem die vielen ehrenamtlich Engagierten kennenlernen, die das Kulturzentrum mit ihrem Einsatz tragen. Gemeinsam mit Geschäftsführerin Linda Grüneisen arbeitet sie derzeit bereits an der Programmplanung für das Jahr 2027. Das wird ein ganz besonderes Jahr für die Seefelder Mühle: Dann feiert das Kulturzentrum sein 40-jähriges Bestehen. Erste Veranstaltungen für das Jubiläumsjahr und sogar darüber hinaus bis ins Jahr 2028 sind bereits in Vorbereitung.
Auf ihr nächstes persönliches Kulturerlebnis muss Mel Steffler nicht lange warten. Besonders freut sie sich auf die plattdeutsche Lesung mit Matthias Stührwoldt am 10. November 2026. „Ich werde zwar nicht viel verstehen“, sagt sie schmunzelnd, „aber ich bin gespannt darauf.“ (Foto und Text: Kerstin Seeland)