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21.10.2026, Lokalredaktion
Ulrich Lenk von der DGzRS berichtet am 27. Oktober 2026 im Schiffahrtsmuseum Unterweser über 161 Jahre Seenotmeldewesen
Wenn auf See ein Notruf eingeht, können eine funktionierende Kommunikation und schnelle Hilfe über Leben und Tod entscheiden. Wie sich die Technik hinter den Hilferufen auf See in den vergangenen 161 Jahren entwickelt hat, erläutert Ulrich Lenk von der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) am Dienstag, 27. Oktober 2026, um 18 Uhr im Schiffahrtsmuseum Unterweser. Unter dem Titel „SOS! Hilferuf auf hoher See“ gibt er im Haus Borgstede & Becker spannende Einblicke in die Geschichte des Seenotmeldewesens – von den ersten Telegraphenverbindungen bis zum modernen Seefunk.
Eine besondere Verbindung besteht zwischen der DGzRS und der heutigen International Telecommunication Union (ITU). Beide Organisationen wurden im Jahr 1865 gegründet: Der Internationale Telegraphenverein entstand am 17. Mai in Paris, die DGzRS folgte nur zwölf Tage später, am 29. Mai, in Kiel. Seitdem hat sich die Kommunikation auf See grundlegend verändert – und damit auch die technischen Voraussetzungen für eine schnelle und gezielte Seenotrettung.
Der Vortrag zeichnet diese Entwicklung anschaulich nach. Dabei geht es um den Einsatz von Telegraphie und Telefonie ebenso wie um die später aufkommende drahtlose Kommunikation. Lenk zeigt, welche technischen Möglichkeiten heute zur Verfügung stehen, damit Notrufe zuverlässig empfangen und Rettungsmaßnahmen koordiniert werden können. Auch das weltweite Seenot- und Sicherheitsfunksystem GMDSS sowie die Arbeit von Bremen Rescue Radio stehen auf dem Programm.
Der Vortrag beginnt am Dienstag, 27. Oktober, um 18 Uhr im Schiffahrtsmuseum Unterweser, Haus Borgstede & Becker, Breite Straße 9. Der Eintritt beträgt 9 Euro. Um Anmeldung bis Montag, 26. Oktober, wird gebeten, info@schiffahrtsmuseum-unterweser.de oder Tel. 04401 6197. (pm/lr – Foto: Die Seenotretter – DGzRS)