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04.11.2026, Lokalredaktion
=> 5.500 Beschäftigte der Metall- und Elektroindustrie in der Wesermarsch protestieren
=> Gewerkschaft kämpft für Tarifpaket: 5 Prozent mehr Geld, Gewinnbeteiligung und Beschäftigungssicherung
=> Jochen Luitjens: „Arbeitgeber bekommen jetzt Unverständnis und Wut der Beschäftigten zu spüren!“
Als Reaktion auf den von den Arbeitgebern geforderten Reallohnverzicht für die 3,7 Millionen Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie ruft die IG Metall zu Warnstreiks auf. Erwartet werden rund 5.000 Beschäftigte aus unterschiedlichen Betrieben und Schichten. Geplant sind Kundgebungen vor den jeweiligen Werkstoren der Betriebe. Die Zeiten und Orte lauten wie folgt:
Airbus Aerostructures GmbH, Bergstr. 4, 26954 Nordenham, LTS Nordwest GmbH, Werftstraße 3, 26954 Nordenham:
Am 5.11.2026 um 11 Uhr (Kundgebung um 11:15 Uhr am Haupttor) und 19 Uhr
Am 6.11.2026 um 3 Uhr
Norddeutsche Seekabelwerke Prysmian Group, Kabelstr. 9-11, 26954 Nordenham
Am 5.11.2026 um 10 und 17:30 Uhr
Am 6.11.2026 um 1:30 Uhr
ATB Nordenham GmbH & NKT GmbH, Helgoländer Damm 75, 26954 Nordenham
Am 5.11.2026 um 10 und 18 Uhr
NKT GmbH, Helgoländer Damm 75, 26954 Nordenham
Am 6.11.2026 um 2 Uhr
Nordenhamer Zinkhütte GmbH, A Glencore Company & Nordenham Metall GmbH, Johannastr. 1-2, 26954 Nordenham
Am 5.11.2026 um 10 Uhr.
Jochen Luitjens, 1. Bevollmächtigter der IG Metall Wesermarsch: „Die Beschäftigten sorgen jeden Tag mit ihrer Arbeit für den Erfolg ihrer Unternehmen. Statt einer Anerkennung sollen alle nun Reallohnverluste hinnehmen. Das ist weder gerecht noch wirtschaftlich sinnvoll. Mit unserem Warnstreik machen wir deutlich: Die Menschen erwarten ein faires Angebot, das ihre Leistung anerkennt, sowie Kaufkraft und Zukunft sichert.“
Die IG Metall hat den Arbeitgebern ein Tarifpaket unterbreitet, das die unterschiedlichen wirtschaftlichen Lagen berücksichtigt: 5 Prozent höhere Entgelte, die tarifliche Sicherung von Arbeitsplätzen und eine tarifliche Gewinnbeteiligung für BoomUnternehmen. Die Arbeitgeberverbände boten dagegen vergangene Woche eine streichbare Einmalzahlung im Juli 2027 und 1,3 Prozent höhere Entgelte ab Juli 2028 an. Die bisherige Offerte der Arbeitgeber würde auf deutliche Kaufkraftverluste hinauslaufen.
Jochen Luitjens sagte: „Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten braucht es Lösungen, die Beschäftigung sichern und den Menschen Perspektiven geben. Wer den Beschäftigten Geld entzieht, schwächt auch die Nachfrage und damit die wirtschaftliche Entwicklung. Wir brauchen tarifliche Lösungen für alle Betriebe, egal ob sie aktuell vor Herausforderungen stehen oder gute Geschäfte machen.“
Die Beschäftigten von Airbus, LTS, ATB, NKT, NSW, Nordenham Metall und der Nordenhamer Zinkhütte schließen sich damit den bundesweiten Warnstreikaktionen der IG Metall an. Die Gewerkschaft rechnet mit einer hohen Beteiligung. Jochen Luitjens, 1. Bevollmächtigter der IG Metall Wesermarsch: „Die Stimmung in den Betrieben ist eindeutig. Viele Kolleginnen und Kollegen haben kein Verständnis dafür,
dass die Arbeitgeber die wirtschaftliche Belastung einseitig auf die Beschäftigten abwälzen wollen. Mit dem Warnstreik setzen wir ein klares Signal: Wir erwarten schleunigst Bewegung von den Arbeitgebern am Verhandlungstisch.“ (pm/lr)