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10.02.2025, Lokalredaktion
Anlässlich des politischen Rechtsrucks rief das Aktionsbündnis Nordenham bleibt bunt zur Demonstration auf. 1500 Menschen folgten dem Aufruf des Bündnisses, dem zahlreiche Parteien, Gewerkschaften, Vereine und Privatpersonen angehören.
Kurz nach 15 Uhr setzte sich der Demonstrationszug in Bewegung. Die Demo führte über die Deichgräfen-, Hafen-, Walther-Rathenau-, Bahnhof- und Poststraße auf dem Marktplatz ein. Dort versammelten sich die Teilnehmer:innen, um die Redebeiträge zu hören. Zunächst stimmte aber der Singer-Songwriter Martin Marzipano aus Duisburg musikalisch ein. Für das Aktionsbündnis eröffneten Karen Schneider und Mustafa Dogan die Kundgebung auf dem Marktplatz. Sie betonten die Bedeutung von Vielfalt für die Gesellschaft und warnten vor einer Zusammenarbeit mit rechten Kräften.

Bürgermeister Nils Siemen zitierte in seiner Rede Rio Reisers Der Traum ist aus und leitete daraus ab, dass die Gesellschaft auf Zusammenhalt aufgebaut werden müsse – mit einer gelungenen Integration, Chancen für alle, aber auch einem entschiedenen Vorgehen gegen Kriminalität, egal durch wen. Dass es im Plattdeutschen den Begriff Flüchtling gar nicht gibt, brachte der ehemalige Plattdeutsch-Beauftragte Hans Meinen in Erinnerung. Auch er rief dazu auf, die Demokratie nicht aufs Spiel zu setzen. Abschließend erinnerte Philipp Böckmann von der IG Metall an die Bedeutung von Migration im Industrieland Deutschland und rief zur Teilnahme am deutschlandweiten Gewerkschafts-Aktionstag am 15. März in Hannover auf.

Am Ende zeigten sich die Organisatoren Mustafa Dogan und Nils Humboldt zufrieden: „Auch wenn etwas weniger Menschen als im Vorjahr kamen, hat die Wesermarsch einmal mehr gezeigt, dass ihr Demokratie und Vielfalt am Herzen liegt. Hunderttausende Menschen gehen gerade deutschlandweit auf die Straße. Die Wesermarsch ist teil dieser großen und wichtigen Bewegung.“ (pm/lr – Fotos: Uwe Peglau)