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08.05.2026, Lokalredaktion
Jedes Jahr wird in Niedersachsen mit einer Aktionswoche der Kindertagespflege die Bedeutung in den Fokus gerückt, die diese familiennahe Bereuungsform für Kinder bis zu drei Jahren hat. In Berne wurde das mit einem vom FuKS-Büro organisierten Treffen der örtlichen Tagespflegepersonen und den ihnen anvertrauten Schützlingen auf dem sonnig-gelb geschmückten Spielplatz am Schwarzen Weg gefeiert. Denn „Gelb wie die Sonne. Lasst die Kinder lachen“ lautete das Thema, unter dem die Veranstaltung dieses Mal stand. Und gelb waren nicht nur die vom Landkreis dafür zur Verfügung gestellten T-Shirts der Betreuenden. Gelb waren auch die Bananen, die ein Berner Supermarkt für die Kinder spendete.
„Wir haben Glück in Berne und aktuell genug Betreuungsplätze“, freute sich FuKs-Büro-Leiterin Martina Drake-Hennig. Zehn Frauen und ein Mann betreuen in der Gemeinde knapp 50 Jungen und Mädchen. Doch es sei immer wieder wichtig, dass diese familiennahe Betreuungsform auch gesehen werde, betonte sie.
„Eine der Stärken der Kindertagespflege ist die Randzeitenbetreuung. Gerade in einem Gebiet mit vielen Eigenheimen müssen oft beide Eltern arbeiten“, sieht Rudi Schmidt einen der großen Vorteile gegenüber den Krippen. Vor zehn Jahren hatte er seinen Beruf im Außendienst an den Nagel gehängt, um als nach wie vor einzige männliche Tagespflegeperson in Berne zu arbeiten.
Seit fünf Jahren wird in der Tagespflegestelle von Sabine Schötelburg und ihren Kolleginnen auch Inklusionsarbeit geleistet. „Zwei der Kinder haben wir schon so gut gefördert, dass sie jetzt einen normalen Kindergarten statt den der Lebenshilfe besuchen können“, sieht die Tagesmutter einen Vorteil in der engmaschigen Betreuung in den kleinen Gruppen.
Einfach total schön, fand Karin Logemann den bunten Trubel auf dem Spielplatz. Es sei wichtig, dass es überall im Gemeindegebiet Betreuungsplätze gebe, sagte die SPD-Landtagsabgeordnete, die genauso wie Parteigenosse Lars Steenken zu den Gästen der Veranstaltung zählte. (Foto und Text: Gabriele Bode)