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31.05.2026, Lokalredaktion
Große Trecker, kleine Trecker, alte und moderne Fahrzeuge – Fans der landwirtschaftlichen Maschinen kamen am Samstag beim 2. Harmenhauser Treckertreck wieder voll und ganz auf ihre Kosten. Viele Hundert Menschen verfolgten bei optimalem Wetter, wie viel ein Trecker ziehen kann. Mit einem der zwei Bremswagen, die von Meter zu Meter ihr Gewicht weiter nach vorne verlagerten, ging es auf die hundert Meter lange Strecke. Zentimetergenau konnten die Zuschauer verfolgen, wann es für die Schlepper mit der immer schwerer werdenden Last kein Vorankommen mehr gab. Manchmal half allerdings auch kein Aufbäumen der Fahrzeuge um das Ziel zu erreichen und die dort oben angebrachten Fackeln zum Leuchten zu bringen.

Mehr als 160 Starter meldeten sich zum Teil noch im Laufe des Wettbewerbs an, um zu zeigen, was in ihnen und ihren Fahrzeugen steckt. Aufgeteilt wurde in 22 Klassen, denn ein kleiner 1,8 Tonnen Serientrecker in der Bauernklasse hätte gegen ein getuntes 12 Tonnen Gefährt der Standard-Super- Klasse schließlich keine Chance. Das Wiegen vor dem Start, das das Team Oldendorf organisierte, war genauso wie die Messung der Zugmaulhöhe Pflicht. Das Messen, wie viel PS der Motor des Lieblings tatsächlich hat, dagegen nicht. Markus und Jörg Koop, die im letzten Jahr Deutsche Meister mit ihrem 1000 PS Sporttrecker wurden, boten es an ihrem Leistungsprüfstand an.

Dass seine defekte Kupplung den Treckertreck überlebt, hoffte Finn aus Schwanewede, der in der 10,5-12 Tonnen-Klasse antreten wollte. Weitaus entspannter genoss hingegen nebenan auf dem Zuschauerfeld den sonnigen Nachmittag, indem er sich von Majella und ihren Freundinnen den Kopf und den ganzen sichtbaren Rest seines Körpers bunt verschönern ließ.

Am Schminkstand, im Sand oder auf der Hüpfburg kamen auch die jungen der vielen Hundert der Besucher auf ihre Kosten. Und während ein Teil der Gäste fasziniert dem Kräftemessen der Trecker folgte, nutzten andere das gesellige Beisammensein bei Essen und Trinken. Auch ein „Entführungsfall“ gehörte zum Nachmittag. Ahnungslos beim Kinderfußballtraining wurde Bräutigam Steffen aus Ganderkesee von seinen Freunden in ein elegantes Elsa-Kleid gesteckt und zum Junggesellenabschied nach Harmenhausen verschleppt.

„Wir sind megazufrieden. Als erste angemeldet hatten sich zunächst viele der Teilnehmer vom 1. Harmenhauser Treckertreck. Unsere Radiowerbung hat Berne außerdem bekannt gemacht. Erst später kamen die Anmeldungen von hier“, sagt Eike Rulfs, Vorsitzender der Dorfgemeinschaft Harmenhausen, die die Veranstaltung mit vereinten Kräften organisiert hat. Bis zum Vorabend klappten die Vorbereitungen auch bestens. Aber dann zerstörte das heftige Gewitter Starttürme und Zelte. „Der Boden schluckte das viele Wasser zum Glück sehr gut“, berichtet Hauke Hayen, der zum achtköpfigen Orga-Team gehörte. Er und die insgesamt mehr als 100 Helfenden aus Verein und Dorf konnten mit vereinten Kräften jedoch die Schäden schnell beheben, sodass alles pünktlich begann und alle Gäste von Nah und Fern bei der gelungenen Veranstaltung bis in den Abend Spaß hatten. (Fotos und Text: Gabriele Bode)
