Sie können uns unterstützen

19.11.2025, Lokalredaktion
Mit Flyern und einem deutlichen „NEIN! zum Baugebiet Berne Motzen/ Bardenfleth, hat die INITIATIVE-58 in den vergangenen Wochen viele Bürgerinnen und Bürger aufhorchen lassen. Die klare Botschaft sollte Aufmerksamkeit schaffen – und zur Diskussion anregen.

Die Bürgerinitiative INITIATIVE-58 lud am Sonntag zu einer Bürgerversammlung ein, um über die Hintergründe ihres „NEIN“ zum geplanten Baugebiet in Berne Motzen/Bardenfleth zu informieren. Ziel war es, Transparenz zu schaffen und die Bevölkerung in den Dialog einzubinden.
Klare Position: Entwicklung ja – Wohnblöcke nein
Die Mitglieder der Initiative betonten, dass sie nicht grundsätzlich gegen ein Baugebiet sind. Vielmehr befürworten sie eine maßvolle Entwicklung, die sich in das Ortsbild einfügt und den Charakter der Orte Bardenfleth und Motzen erhält. Gleichzeitig unterstrichen sie ihre Unterstützung für die Werften und die Arbeitsplätze in der Region.
Sorgen um „urbanes Gebiet“
In mehreren Vorträgen äußerten Sprecher der Initiative Bedenken gegen eine mögliche Einstufung des Baugebiets als „urbanes Gebiet“. Diese Bauform würde eine deutlich dichtere Bebauung bis hin zu mehrgeschossigen Wohnblöcken ermöglichen. Befürchtet werden negative Auswirkungen auf Umwelt, Infrastruktur und Lebensqualität. Beispiele aus jüngster Bautätigkeit im Ort, wie der große Wohnkomplex gegenüber der Schmiede Maas, wurden als Warnung angeführt.
Unterschriftenaktion gestartet
Die Initiative hat eine Unterschriftensammlung begonnen, die bis zum 30. November 2025 läuft. Damit soll der Gemeinde gezeigt werden, wie groß das Interesse an einer gemeinsamen und nachhaltigen Ortsentwicklung ist.
Transparenz statt Kosmetik
Besonders kritisch sieht die Initiative alte Planungsunterlagen, die bereits Erweiterungen des Baugebiets hinter dem Dettmarweg erkennen lassen. Während die Gemeinde eine Bürgerinformation vorbereitet, warnt die Initiative vor „kosmetischen Präsentationen“ und fordert vollständige Transparenz. „Nur informierte Bürgerinnen und Bürger können rechtzeitig Einfluss nehmen, bevor unumkehrbare Entscheidungen fallen“, betonte Silvia Schoenies.
Breite Diskussion und Unterstützung
In der Versammlung wurden zahlreiche Einwände und Sorgen diskutiert – von fehlenden Stellflächen über mögliche Kostenbelastungen für Anlieger bis hin zu Auswirkungen auf das Ortsbild und die Lebensqualität. Auch der geplante Feuerwehrstandortwechsel wurde kritisch hinterfragt. Unterstützung erhielt die Initiative vom NABU, der juristische Hilfe und eine Spende zusagte.
Fazit der Initiative
Die INITIATIVE-58 zieht ein positives Fazit der Bürgerversammlung: Viele Bürgerinnen und Bürger beteiligten sich aktiv, gaben Anregungen und unterschrieben die Liste. Die Initiative bekräftigt ihre Haltung: Ja zu einer vernünftigen Entwicklung – Nein zu Wohnblöcken. (pm/lr)
Jetzt auch zu finden auf Facebook unter initiative-58