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06.07.2026, Lokalredaktion
Eigentlich sollte Kater Nemo geimpft, gechipt und kastriert werden, als Annett Wienberg mit ihm vor rund einer Woche den Tierarzt besuchte. Bei der Gelegenheit sollte der Veterinär auch gleich einen Blick auf den Knubbel werfen, den der kleine Kater seit ein paar Wochen am Rücken hat, berichtet die Warfletherin, die noch immer fassungslos ist, was sie beim Abholen des Tieres am Nachmittag erfährt.

Ihr Kater sei angeschossen worden, teilte ihr eine der Mitarbeiterinnen des Tierarztes mit. Bei dem Knubbel handelt es sich um das Projektil einer Luftdruckwaffe, das auf dem vorsichtshalber angefertigten Röntgenbild zu sehen ist.
Weit entfernt von seinem Zuhause oder auf eine der benachbarten Weiden gelaufen sei Nemo nie unterwegs. Er bleibe immer im Umfeld, ist sich Annett Wienberg sicher. Dass in einem der Gärten der Warflether Siedlung auf Tiere geschossen wird, erschüttert sie sehr.
Zum Glück scheint das erst sechs Monate alte Tier keine ernsthaften Schmerzen mehr zu haben, so dass eine Operation erst einmal nicht notwendig ist. „Nemo läuft, frisst oder spielt ganz normal mit seinem gleichaltrigen Kumpel Coco“, so die Beobachtung seiner Besitzerin.
Der Gebrauch von Schusswaffen in dem dicht besiedelten Wohngebiet lässt jedoch nicht nur ihr Schauer über den Rücken laufen. (Foto und Text: Gabriele Bode/Röntgenbild: Tierarztpraxis)