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12.07.2025, Lokalredaktion
Touristisches Erleben und Historisches aus der Unterweserstadt Brake werden in dem neuen Projekt der Georg von der Vring-Gesellschaft „6.000 Schritte mit Thora“ vereint. Hier können sich Interessierte auf Spurensuche durch Brake begeben und Wissenswertes über die Braker Autorin Thora Thyselius erfahren.
Bei den acht Stationen befinden sich Hinweisschilder mit QR-Codes, die per Smartphone eingelesen werden können. Diese sind zur Homepage verlinkt. An jeder Station werden dem Rundgang-Teilnehmer Informationen zu Thory Thyselius und ihren Werken angezeigt, auf Plattdeutsch und auf Hochdeutsch. Es beginnt mit der ersten Station im Museumsgarten des Schiffahrtsmuseums Unterweser. Zu den weiteren Standorten wird dann über die Homepage geleitet.

Der Film zu dem Rundgang durch Brake, zu den historischen Schauplätzen, von der Jakob Dohrmann GbR, ist unter www.thora-thyselius.de zu sehen. Als Darsteller konnten Annette und Michael Haaken aus Brake gewonnen werden. Barbara Müller führt erklärend durch den Film, der in Auszügen die acht Stationen zeigt, die auf dem Rundgang „6.000 Schritte mit Thora“ zu sehen sind.
Gefördert wurde das Projekt durch die Arbeitsgemeinschaft Literarischer Gesellschaften und Gedenkstätten (ALG) und die Regionalstiftung der Landessparkasse zu Oldenburg. Andreas Vollert, egionaldirektion Wesermarsch der LzO, überreichte einen Scheck in Höhe von 4.000 Euro für das Projekt.
„Wir konnten nur durch die schnelle und großzügige Unterstützung des LzO das Projekt realisierten“, sagt Barbara Müller, Vorsitzende der Georg von der Vring-Gesellschaft. Das gesamte literarische Werk von Thora Thyselius – Plattdeutsch und Hochdeutsch – digitalisiert werden, so dass jetzt Interessierte auf der Homepage diese Werke lesen können, beispielsweise das 1962 erschienene Buch „Tant van’t Siel“. „Für uns war dies ein besonderes Anliegen, die vergessene Literatur in die heutige Zeit zu holen“, unterstreicht Barbara Müller.
Hintergrund:
Thora Thyselius (*1911 in Brake, 1991 ebd.) veröffentlichte hochdeutsche und plattdeutsche Schriften, die sogar in ihrer Heimatstadt etwas in Vergessenheit geraten waren und die durch das Projekt zu neuem Leben erweckt wurden. Zu Lebzeiten war sie eine gefragte Autorin. Ihre Themen fand sie häufig im häuslichen Umfeld, als Tochter eines schwedischen Reeders und Konsuls mit großem Haus und Personal. Zudem interessierte sie der historische Hintergrund ihrer mütterlichen Familie, die in Ostfriesland beheimatet war. Ihr Buch „Tant van’t Siel“ über den Besuch ihrer alten ostfriesischen Tante in den 20er Jahren brachte ihr 1965 den renommierten Fritz-Reuter-Preis ein, als erster Frau überhaupt. (Foto und Text: Kerstin Seeland)
Titelfoto: Andreas Vollert (LzO), Barbara Müller und Annegret Kuilert (Georg von der Vring-Gesellschaft)