Sie können uns unterstützen

06.09.2025, Lokalredaktion
Mit einem herzlichen Grußwort eröffnete Meike Lacha, Projektleiterin des Welcome Centers Wesermarsch, die Veranstaltung zum Abschluss der erfolgreichen Pilotphase „Welcome Center Wesermarsch“. Dazu kamen rund 25 Gäste aus der Migrationslandschaft zusammen, um gemeinsam auf die bisherigen Erfolge zurückzublicken und einen Ausblick auf die kommenden Entwicklungen zu werfen.

Ein besonderer Programmpunkt war die Vorstellung des Infohaus-Konzepts durch Kirsten Bencker vom Goethe-Institut München. Sie präsentierte das Projekt „Vorintegration und Übergangsmanagement – den Migrationsprozess erfolgreich gestalten“, das seit Juli 2022 durch den AMiF gefördert und von der EU kofinanziert wird. Mit mittlerweile 50 Infohäusern deutschlandweit bietet das Projekt eine wichtige Anlaufstelle für Menschen mit Migrationsgeschichte und unterstützt sie in verschiedenen Phasen ihres Integrationsprozesses.

Infohäuser – Orientierung und Unterstützung für Neuzugewanderte
Die Infohäuser bieten neu zugewanderten Menschen in Deutschland eine erste Anlaufstelle, um sich zu informieren, zu orientieren und das digitale Webportal „Mein Weg nach Deutschland“ zu nutzen. Hier finden sie praxisnahe Informationen zum Leben in Deutschland, interaktive Deutschübungen sowie konkrete Unterstützungsangebote direkt vor Ort. Darüber hinaus schaffen die Infohäuser Raum für Begegnung, Austausch und Vernetzung – sowohl mit anderen Zugewanderten als auch mit lokalen Akteuren.
Die Infohäuser sind Teil des bundesweiten Projekts „Ankommen in Deutschland“ des Goethe-Instituts. Dieses richtet sich gezielt an Drittstaatsangehörige, die aus beruflichen oder privaten Gründen neu nach Deutschland gekommen sind. Gefördert wird das Projekt durch den Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds (AMIF) und kofinanziert von der Europäischen Union.
Das Herzstück des Projekts bildet das Webportal „Mein Weg nach Deutschland“, das folgende Angebote bereithält: Informationstexte in über 30 Sprachen, Deutschübungen für die Niveaustufen A1 bis B2 sowie mehr als 7.200 Adressen von Beratungsstellen, Behörden und Integrationskursträger.
Im Anschluss folgte ein gemütlicher Austausch bei Kaffee und Gesprächen. Kirsten Bencker stand für vertiefende Diskussionen zur Verfügung, ebenso wie Teilnehmerinnen aus dem Projekt MArTA der Kreisvolkshochschule (KVHS), die als Repräsentantinnen der Zielgruppe wertvolle Einblicke gaben. Die Veranstaltung bot Raum für Networking und persönliche Begegnungen zwischen den Gästen, darunter Vertreterinnen und Vertreter des Landkreises Wesermarsch, der Koordinierungsstelle Migration und Teilhabe, des Projekts Startguides Zeit & Service, der Agentur für Arbeit, der Handwerkskammer Oldenburg, der Migrationsberatung des Deutschen Roten Kreuzes sowie der Fachbereichsleitung DaZ der KVHS.
Die Veranstaltung klang in einer offenen und intensiven Gesprächsatmosphäre aus – mit vielen Impulsen, neuen Kontakten und dem gemeinsamen Ziel, die Migrationsarbeit in der Region nachhaltig zu stärken. (Text: Kerstin Seeland – Fotos: Meike Lacha)