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18.09.2025, Lokalredaktion
Wen hat das Theaterstück „Anna Rüdebusch“ so sehr inspiriert, dass am Ende eine spannende Geschichte dabei herauskommt. Beim Schreibwettbewerb, zu dem die Georg von der Vring-Gesellschaft Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Brake aufgerufen hat, haben acht Schülerinnen und Schüler aus den Klassen 9 bis 13 teilgenommen. Verantwortlich für das Projekt war die Kulturbeauftragte des Braker Gymnasiums, Paula Schönberger.
Am Dienstag waren die Teilnehmer am Ort des Geschehens, dem Hof Golzwarderwurp 12, eingeladen, am dem auch das open-Air-Theater „Anna Rüdebusch“, rund um den ‚Mordstein‘ stattfindet. Jener Mordstein, auf dem nur die Inschrift über den Tod der jungen Frau und die Verhandlung 14 Jahre später zu lesen ist, war Ausgangspunkt für den Schreibwettbewerb.
Die Schülerinnen und Schüler waren angehalten, sich eine wahre Geschichte, wie sie sich in der Zeit vor anno 1637 zugetragen hat, auszudenken.

Die Geschichten wurden einer unabhängigen Jury – zwei ehemalige Schülerinnen des Gymnasiums – vorgelegt und dann ausgewertet. Die Nachwuchsautoren erhielten dabei auch stets eine kurze Kritik zu ihren Werken. Die besten Drei konnten Auszüge aus ihren Werken, in der Diele des Hofes vortragen, in der auch das Theaterstück aufgeführt wird.
Barbara Müller und Annegret Kuilert, Vorstandsmitglieder der Von der Vring-Gesellschaft, begrüßten die Schülerinnen und Schüler und überreichten anschließend auch die Präsente an die Sieger.
Als Siegerin ging Malin Middelberg aus dem Schreibwettbewerb hervor. Die Jury fand lobende Worte für das gute Gesamtkonzept, die Art des Aufbaus der Geschichte und das überraschende Ende, das jedoch nicht vorgelesen wurde.
Platz zwei ging an Juliana Gerdes. Die Jury sah es als Besonderheit an, dass die Geschichte von einer Außenstehenden erzählt wird. Auch die Dialoge, die eine Mischung aus Hochdeutsch und altertümlich enthielten, gefielen der Jury.
Den dritten Platz belegt Emma Schwarting. Die Jury lobte ihren szenischen Einstieg in die Geschichte, die Motive hinter dem Mord und die detaillierte Beschreibung der Zelle, in der Anna in Haft saß.
Einen Sonderpreis erhielt Atsuko Frotscher. Sie wählte eine komplexe Beschreibung der Vorgänge in Form von Tagebüchereinträgen aus verschiedenen Jahrhunderten und Nachfahren von Jenen, die einst zu der Zeit, in der Nähe von Anna Rüdebusch gelebt hatten. Auch die Sprache der damaligen Zeit übernahm sie in die Tagebüchereinträge.
In Kürze werden die prämierten Geschichten auch auf der Seite www.mord-stein.de zu lesen sein. (Fotos und Text: Kerstin Seeland)