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23.08.2026, Lokalredaktion
Am Sonnabend hat Ratsvorsitzender Jürgen Boom die Braker Schützenvereine zum traditionellen Empfang im Rathaus begrüßt. Die Veranstaltung gilt seit vielen Jahren als fester Bestandteil des Schützenjahres und würdigt das Engagement der Vereine für das gesellschaftliche und kulturelle Leben der Stadt.
Boom hieß die Gäste im Namen des Rates willkommen und richtete besondere Grüße an Marion Siemer, Präsidentin des Oldenburger Schützenbundes, an Henning Belitz, Präsident des Schützenbundes Wesermarsch, sowie an Holger Wiechmann, Fraktionsvorsitzender und Mitglied des Verwaltungsausschusses. Auch die stellvertretende Bürgermeisterin Jacqueline Günther nahm am Empfang teil.
Tradition, Gemeinschaft und Nachwuchs
In seiner Ansprache hob Jürgen Boom die historische Bedeutung der Schützenvereine hervor. Sie seien weit mehr als Sportvereine, sondern vielmehr ein Teil des deutschen Kulturguts und über Jahrhunderte prägende Gemeinschaften in Städten und Gemeinden. Besonders erfreut zeigte er sich über die positive Entwicklung im Nachwuchsbereich. Viele Vereine verzeichnen wieder junge Mitglieder und engagierte Jugendgruppen.
Herausforderungen und Zukunftsthemen
Der Ratsvorsitzende sprach auch aktuelle Herausforderungen an, wie steigende Kosten, sinkende Zuschüsse und die schwierige Finanzierung traditioneller Schützenfeste. Gemeinsam mit Holger Wiechmann stellte er die Idee eines großen, vereinsübergreifenden Schützenfestes vor, das perspektivisch auch Fördermittel erhalten könnte.
Stimmen der Verbände
Marion Siemer betonte in ihrem Grußwort die Bedeutung des Schützenwesens als Ort der Tradition, des Sports und der Gemeinschaft. Sie hob hervor, dass der Schießsport Menschen aller Altersgruppen verbindet – vom Kind bis ins hohe Alter. „Schützenwesen bezieht sich ganz viel auf Tradition, natürlich auf den Sport und ist für alle Altersgruppen geeignet, vo Sechsjährigen bis 98‑Jährigen.“
Henning Belitz sprach offen über die Belastungen im Ehrenamt, steigende Kosten und die Bedeutung politischer Unterstützung, die auch außerhalb des Wahlkampfs präsent sein sollte. Gleichzeitig unterstrich er die große Bedeutung der Jugendarbeit für die Zukunft der Vereine.
Wertschätzung für das Ehrenamt
Zum Abschluss richtete Holger Wiechmann den Blick auf die Bedeutung des Ehrenamtes für das gesellschaftliche Miteinander in Brake. Er würdigte die Arbeit der Schützenvereine und rief zu engerer Zusammenarbeit zwischen Vereinen und Stadtteilen auf. „Wir müssen uns untereinander helfen, damit unsere Feste weiter möglich sind.“
Zudem lud er die Schützenvereine zu einem gemeinsamen Austausch über zukünftige Kooperationen ein. (Foto und Text: Kerstin Seeland)