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12.09.2026, Lokalredaktion
Nach Hinweis eines Lotsen auf eine fehlerhafte Ruderanlage an Bord eines 126 Meter langen Seeschiffes (Flagge Barbados) wurde das Fahrzeug im Braker Hafen im Rahmen einer Hafenstaatkontrolle von einem Sachverständigen der hierfür zuständigen Dienststelle Schiffssicherheit der BG Verkehr Hamburg (PSC) überprüft.
Bei dieser Überprüfung stellte sich unter anderem heraus, dass drei neue Hilfsdieselmotoren nicht in den vorhandenen Schiffszeugnissen und den zugehörigen technischen Unterlagen vermerkt sind.
Bei der weiteren Überprüfung in Zusammenarbeit mit Beamten und Beamtinnen der Wasserschutzpolizei Brake ergaben sich konkrete Hinweise darauf, dass die eingebauten Aggregate nicht die Voraussetzungen für die erforderliche Stickoxid-Emissionsstufe erfüllen. Allein wegen dieses umweltrechtlichen Verstoßes nach der See-Umweltverhaltensverordnung wurde von der zuständigen Bußgeldbehörde, dem Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) in Hamburg, eine erhebliche Sicherheitsleistung von insgesamt 40.000 Euro festgesetzt. Diese teilt sich auf den verantwortlichen Kapitän und den Leiter der Maschinenanlage mit jeweils 20.000 Euro auf. Die weiteren Ermittlungen werden im Rahmen des Ordnungswidrigkeitenverfahrens von der Wasserschutzpolizei Brake durchgeführt.
Weitere Feststellungen an Bord betrafen die schlechten Hygienezustände (Schimmelbildung in Duschen und Toiletten) und die insgesamt schlechten Lebensbedingungen für die Besatzung sowie den nicht ordnungsgemäßen Umgang mit dem Schiffsmüll. Insgesamt ist das Fahrzeug in einem sehr schlechten Zustand. Für das Schiff hat die BG Verkehr ein Auslaufverbot verfügt. (pm/lr – Foto: Symbolbild pixabay)