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07.05.2026, Lokalredaktion
Vom 13. bis 24. April 2026 hat wieder eine Gruppe Frauen den Fahrradfahrkurs im Refugium erfolgreich absolviert.
Die Frauen aus dem Irak, Guinea und von der Elfenbeinküste hatten in ihrem Heimatland keine Chance, Radfahren zu lernen und schätzen diese Verbesserung von Mobilität und Teilnahme sehr. Sie sind für diesen Kurs bis aus Lemwerder mit öffentlichen Verkehrsmitteln nach Brake gependelt.
Dass es für Erwachsene noch möglich und auch für Frauen in Deutschland akzeptabel ist, Fahrradfahren zu lernen, eröffnet neue Perspektiven und Chancen. In den vielen Herkunftsländern ist es aus kulturellen oder praktischen Gründen, die im Wohnumfeld und den Lebensbedingungen liegen, nicht möglich, Fahrrad fahren zu lernen. In der Wesermarsch allerdings ist es für die Mobilität praktisch unverzichtbar.
Die ersten Tage wurde mit Lernrollern geübt und danach mit speziellen Übungsfahrrädern. Besonders die Gleichgewichtsübungen sind für Erwachsene eine große Herausforderung. Um sicher zu werden, müssen viele Runden Kurven gefahren, fahren und gleichzeitig anzeigen geübt werden.
Auch mit deutschen Verkehrsregeln und Verkehrsschilder haben die Teilnehmerinnen sich intensiv auseinandergesetzt. Im letzten Kursabschnitt fahren die Teilnehmerinne auf richtigen Rädern und im normalen Straßenverkehr. Der Kurs konnte aus Mitteln des Patenschaftsprogramms des Paritätischen Niedersachsen finanziert werden. Möglich war die Durchführung des Kurses nur durch die Kooperation mit der Kirchengemeinde Brake, die dankenswerterweise Übungsflächen abseits des Straßenverkehrs zur Verfügung gestellt hat. (pm/lr – Foto: Refugium)
Titelfoto: Die erfolgreichen Frauen mit ihren Anleiterin Maria Killmann (3. v. li) und Organisatorin Andrea Roccor (4. v. li.)