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11.05.2026, Lokalredaktion
Das Letzte Kleinod realisiert in Brake im Frühjahr 2026 ein Eisenbahntheater über die Stahlindustrie. Das dokumentarische Theaterprojekt HÜTTENWERK erzählt von der Entwicklung der Stahlindustrie in Ost und West. Im Mittelpunkt stehen Menschen, die in der Stahlindustrie oder mit Stahl arbeiten oder gearbeitet haben, die Vorstellung basiert auf diesen Erzählungen.

HÜTTENWERK wird vom 19. bis 27. Juni 2026 in Brake aufgeführt und schließt damit eine Tour ab, die an verschiedenen Stahlindustrie-Standorten von Eisenhüttenstadt/Frankfurt (Oder), über Magdeburg, Gräfen hainichen, Salzgitter, Duisburg und in Brake aufgeführt wird.
Das Erz kam per Eisenbahn aus der kasachischen Steppe, die Kohle aus Polen. Auf den Kränen, Lokomotiven und am Hochofen arbeiteten oft Frauen, die für die Stahlindustrie der DDR unentbehrlich waren. Von Eisenhüttenstadt ging der Stahl in die Fabriken und Häfen des Westens, um gegen Devisen verkauft zu werden.
Im Frühjahr 2026 fährt ein Zug mit sechsachsigen Flachwagen durch Deutschland, beladen mit tonnenschweren Brammen, Stahlträgern und Coils. Auf und in den Waggons gibt das Eisenbahntheater
HÜTTENWERK Einblick in die damalige Vorzeigeindustrie der DDR und die Verbindungen zum Westen.
Die Geschichten werden mit Schauspielenden in einer Szenerie aus Stahl gespielt, die auf
Eisenbahnwagen zu den Aufführungsorten fahren. Auf Rungenwagen werden überlange Stahlträger
transportiert. Auf Drehgestellflachwagen werden Coils (Rollen von gewalzten Blechen) und Brammen
(Stahlblöcke für die Weiterverarbeitung zu Blechen) angeordnet und mit Licht und Schauspiel in Szene
gesetzt. Der Stahl wird von mehreren Stahlwerken zur Verfügung gestellt.

Bereits Anfang April 2026 fanden erste Proben in Eisenhüttenstadt und Salzgitter statt. Darstellende erhielten einen Einblick am Hochofen, in der Stranggussanlage, bei Kran- und Lokführern und an den
Bändern. Von Mai bis Juni 2026 reist der Ozeanblaue Zug mit der Vorstellung HÜTTENWERK nach
Frankfurt (Oder), Magdeburg, Gräfenhainichen, Salzgitter, Duisburg und Brake.
HÜTTENWERK ist bereits die zweite Zusammenarbeit des Eisenbahntheaters mit Niedersachsen Ports (NPorts) in Brake. Stahl gehört im Spezialhafen Brake zu den wichtigsten Umschlagsgütern. Jedes Jahr werden dort am Niedersachsenkai über eine halbe Millionen Tonnen Stahl umgeschlagen. Das Theaterprojekt wird an Industriestandorten gespielt, an denen Stahl produziert oder umgeschlagen wird, die Vorstellung wird im weltweit einzigartigen Theaterzug auf Gütergleisen gespielt. Das Publikum erlebt die Vorstellung als Stationentheater an und in verschiedenen Waggons.
Tickets: www.das-letzte-kleinod.de
Gefördert von: Fonds Darstellende Künste, Investitionsbank Sachsen-Anhalt, Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur, Stiftung Niedersachsen, Kleist Forum, Berthold Leibinger Stiftung, Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg, Lotto Sachsen-Anhalt, Oldenburgische Landschaft mit Mitteln des Landes Niedersachsen, Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz, Kulturförderung der Landeshauptstadt Magdeburg, ArcelorMittal, Brunnhuber, Kulturbüro Frankfurt (Oder), VPS Verkehrsbetriebe Peine-Salzgitter (ein Unternehmen der Salzgitter Gruppe) und der Kulturstiftung Wesermarsch. (pm/lr – Fotos: Das letzte Kleinod)