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12.10.2026, Lokalredaktion
„Das entsetzliche Ensemble“ richtet sich an Erwachsene und Jugendliche ab 16 Jahren, die ihr Instrument lange nicht mehr oder nur unregelmäßig gespielt haben und die Freude am gemeinsamen Musizieren neu entdecken möchten.
Im Mittelpunkt stehen nicht Perfektion oder Leistungsdruck, sondern Gemeinschaft, Spaß und das Wiederentdecken der eigenen musikalischen Fähigkeiten. In entspannter Atmosphäre wird gemeinsam musiziert und ausprobiert, ganz ohne Angst vor schiefen Tönen oder eingerosteten Fingern.
Der „entsetzliche“ Titel ist dabei mit einem Augenzwinkern zu verstehen: Er soll bewusst die Erwartung eines besonders hohen musikalischen Niveaus nehmen und Mut machen, einfach wieder anzufangen.
„Hallo, ich bin Judith Rosenbach, studiere im Master Elementare Musikpädagogik in Bremen und ich leite das „entsetzliche Ensemble“. Der Titel mag ein bisschen seltsam klingen, aber dazu später mehr.
Mein Hauptinstrument ist die Geige, und ich liebe meine Geige. Wenn ich sie länger nicht angefasst und gespielt habe, merke ich manchmal erst bei den ersten Tönen, wie sehr ich sie vermisst habe. Natürlich ist dann nicht alles sofort wieder da, sondern fühlt sich am Anfang ein bisschen sperrig an. Zum Glück habe ich Strategien, mit denen ich mich wieder herantasten kann. Oder wenn ich frustriert bin, weil zwischen meiner Geige und mir nichts so läuft, wie ich möchte, dann suche ich nach neuen Wegen, um mich wieder mit ihr wohlzufühlen. Diese Strategien und Wege möchte ich mit allen teilen, die zum „entsetzlichen Ensemble“ kommen.
Wie gesagt, ich liebe meine Geige. Ich habe festgestellt, dass meine Bindung zu ihr sogar noch stärker wird, wenn ich mit anderen zusammenspiele. Die Freude, die in der Verbindung zwischen mir und meiner Geige und anderen Menschen und ihren geliebten Instrumenten aufkommt, die wünsche ich jeder und jedem. Deshalb möchte ich mit dem „entsetzlichen Ensemble“ einen Raum öffnen, in dem man diese Freude spüren und teilen kann. In dem man in Ruhe das eigene Instrument (wieder neu) kennenlernen und im Zusammenspiel mit anderen eine ganze Reihe von Verbindungen spüren kann. Und nicht zuletzt möchte ich einen Raum öffnen, in dem man einfach spielen und sich davon mitreißen lassen kann, ohne verurteilt zu werden. Daher der Titel: das „entsetzlichen Ensemble“ soll ein wertfreier Ort sein, in dem schiefe Töne erlaubt sind und gefeiert werden. Ich glaube, wir bringen schon genug musikalische Ansprüche an uns selbst mit, daher sollen mit dem Titel sämtliche Ansprüche von außen weggewischt werden. Ja, das „entsetzliche Ensemble“ wird nicht wunderschön klingen – wir sind ja auch nicht die Philharmoniker.
Viel wichtiger als schöne Töne ist meiner Meinung nach die Anerkennung für den Mut, das Instrument überhaupt wieder hervorgeholt zu haben. Es gibt sicherlich 1000 Gründe, warum ein Instrument weggelegt wurde. Und es braucht Mut, sich trotzdem wieder daran zu wagen.
Deshalb: fasst jetzt diesen Mut, meldet euch für das „entsetzliche Ensemble“ an – und kommt im November mit anderen Menschen zusammen, denen es auch so geht wie euch.“
Die Kosten für vier Termine belaufen sich auf 58,50 Euro pro Person. Diese sind:
| 03.11.2026 | 18:00 – 19:30 Uhr | Bgm.-Müller-Str. 35, BR 2.2 Aula |
|---|---|---|
| 10.11.2026 | 18:00 – 19:30 Uhr | Bgm.-Müller-Str. 35, BR 1.19 U-Raum |
| 17.11.2026 | 18:00 – 19:30 Uhr | Bgm.-Müller-Str. 35, BR 2.2 Aula |
| 24.11.2026 | 18:00 – 19:30 Uhr | Bgm.-Müller-Str. 35, BR 2.2 Aula |
Zur Anmeldung: Musikwerkstatt (pm/lr – Foto: KI generiertes Symbolbild)