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06.09.2025, Lokalredaktion
Inke Onnen-Lübben, Geschäftsführerin Seaports of Niedersachsen GmbH, hatte während des 33. Niedersächsischen Hafentages 2025, zu einer Gesprächsrunde, in die Räumlichkeiten des Braker Ruder- und Segelvereins eingeladen.
Grant Hendrik Tonne, Minister für Wirtschaft, Verkehr und Bauen, würdigte die Bedeutung der niedersächsischen Standorte für die wirtschaftliche Entwicklung des Landes. Die Veranstaltung „33, Niedersächsischer Hafentag 2025“, in Brake, bot ein gelungenes Format für Austausch und Vernetzung, bei dem zentrale Themen zur Zukunftsfähigkeit der Region diskutiert wurden.
Der niedersächsische Minister hat großes Interesse daran, die Rahmenbedingungen für wirtschaftliches Wachstum weiter zu verbessern. Trotz herausfordernder gesamtwirtschaftlicher Lage konnte Niedersachsen in den vergangenen Jahren beachtliche Fortschritte erzielen. So wurde etwa ein Anstieg des Umschlagsvolumens um 4 % auf 28 Millionen Tonnen verzeichnet – ein starkes Signal für die Leistungsfähigkeit der regionalen Wirtschaft. Besonders positiv hob er die Entwicklung einzelner Standorte hervor,
Mit Blick auf die kommenden Jahre kündigte Grant Hendrik Tonne an, ab 2026 gezielt in die Infrastruktur zu investieren. Neben den regulären jährlichen Landesmitteln in Höhe von 40 Millionen Euro werden zusätzlich 175 Millionen Euro bereitgestellt – teils aus Landesnachträgen, größtenteils aus Bundesmitteln. Diese Investitionen fließen unter anderem in den Ausbau von Landesstraßen, Brücken, Wohn- und Bauprojekte, sowie in die Weiterentwicklung der niedersächsischen Hafeninfrastruktur.
Ziel ist es, Maßnahmen schneller umzusetzen und gezielt auf regionale Anliegen einzugehen. Standorte wie Brake, Norden und Wilhelmshaven sollen dabei besonders berücksichtigt werden. Die Investitionen dienen nicht dem Selbstzweck, sondern unterstreichen die strategische Bedeutung der Infrastruktur für die Zukunftsfähigkeit und Wettbewerbsstärke Niedersachsens.
Holger Banik, Geschäftsführer bei Niedersachsen Ports berichtet, dass die niedersächsischen Seehäfen vor einem bedeutenden Entwicklungsschub stehen: Mit jährlich über 40 Millionen Euro aus Landesmitteln und zusätzlichen 175 Millionen Euro aus Bundes- und Nachtragshaushalten erhält Niedersachsen eine starke finanzielle Grundlage, um zentrale Infrastrukturprojekte zügig umzusetzen.
Im Fokus stehen insbesondere die Hafenstandorte Brake, Emden, Cuxhaven und Wilhelmshaven. Für den Liegeplatz 3, in Brake, wurde die Planung bereits intensiviert – nun wird das Projekt unter Hochdruck vorangetrieben, um zeitnah die Planfeststellungsverfahren einzuleiten und in die Bauphase überzugehen. Ziel ist es, die Hafenflächen gezielt für die Abwicklung von Onshore-Projekten zu ertüchtigen und die logistischen Kapazitäten deutlich zu erweitern.
Die Investitionsmittel ermöglichen es, Projekte schneller umzusetzen, ohne auf langwierig angesparte Haushaltsmittel zurückgreifen zu müssen. Auch der Nordhafen wird weiter geplant und soll künftig eine zentrale Rolle in der Hafenstrategie des Landes spielen.
Diese gezielten Investitionen stärken nicht nur die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der Region, sondern leisten auch einen entscheidenden Beitrag zur Umsetzung der Energiewende und zur Sicherung der militärischen Infrastruktur Deutschlands. Die Landesregierung dankt dem Bundesministerium sowie dem Ministerpräsidenten für die Bereitstellung der Mittel, die eine zukunftsorientierte Hafenentwicklung ermöglichen.
Felix JahFn, Geschäftsführer Verkehr, Schifffahrt und Häfen der Oldenburgischen Industrie- und Handelskammer, betonte, dass Vertreterinnen und Vertreter der niedersächsischen Wirtschaft ausdrücklich die Entscheidung des Landes begrüßen, erhebliche Investitionsmittel für die Infrastruktur bereitzustellen. Die Investitionen werden sich über mehrere Jahre erstrecken und sind notwendig, um die strukturellen Herausforderungen nachhaltig zu bewältigen. Felix Jahn appelliert an das Land, die Planungsverfahren weiter zu beschleunigen. Gerade auf Bundesebene seien langwierige Genehmigungsprozesse und das bestehende Verbandsklagerecht häufig ein Hemmnis für die Umsetzung dringend benötigter Infrastrukturprojekte.
Nach einem Impulsvortrag des niedersächsischen Ministers und einem Podiumsgespräch zum Thema „Außenhandel im Wandel – Wirtschaft und Seehäfen zwischen geopolitischen Machtspielen und neuen Geschäftschancen“ unternahmen zahlreiche Teilnehmer des Hafentages eine Bustour durch den Hafen. (Foto und Text: Kerstin Seeland)
Titelfoto von links: Holger Banik, Felix Jahn, Inke Onnen-Lübben und Grant Hendrik Tonne