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23.09.2026, Lokalredaktion
Testbetrieb ab Herbst 2026 für mehr Sicherheit und effiziente Kontrolle
Niedersachsen Ports (NPorts) wird im Seehafen Brake vom Oktober 2026 bis Oktober 2027 testweise Drohnen einsetzen. Ziel ist es, Erfahrungen mit der Technik zu sammeln und zu prüfen, bei welchen Aufgaben sie den Hafenbetrieb sinnvoll unterstützen kann. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf der Sicherheit und dem Schutz der Hafeninfrastruktur.
Zivile Technologie mit vielfältigem Nutzen
„Drohnen werden derzeit häufig im Zusammenhang mit militärischen Konflikten, Spionage oder anderen Bedrohungsszenarien wahrgenommen. Gleichzeitig bietet die Technologie gerade im zivilen Bereich vielfältige Einsatzmöglichkeiten. Die wollen wir nutzen“, erklärt Christian Helten, Leiter der NPorts-Niederlassung Brake. In Häfen können Drohnen beispielsweise Anlagen und schwer zugängliche Bereiche kontrollieren, Verladungsvorgänge dokumentieren, Flächen vermessen oder bei Störungen und Schadenslagen schnell einen Überblick liefern. Auch Umweltkontrollen, etwa auf Wasserverunreinigungen oder Treibgut, sind möglich.
Unter Wasser können spezielle Unterwasserdrohnen ergänzend dazu eingesetzt werden, beispielsweise um Kaimauern, Spundwände oder Fundamente zu kontrollieren. Der aktuelle Testbetrieb in Brake konzentriert sich jedoch auf Flugdrohnen.
Test unter realen Bedingungen
Während des Testzeitraums möchte NPorts insbesondere erproben, wie Drohnen bei Kontroll- und Überwachungsaufgaben eingesetzt werden können und welche technischen und betrieblichen Voraussetzungen hierfür erforderlich sind. Ziel ist es, herauszufinden, in welchen Bereichen die Technik einen tatsächlichen Mehrwert bietet und wo bestehende Verfahren weiterhin besser geeignet sind.
Sicherheit und Datenschutz im Blick
Der Schutz der Privatsphäre der Anwohnerinnen und Anwohner hat einen hohen Stellenwert. Bei den Einsätzen werden die geltenden datenschutzrechtlichen Vorgaben beachtet und auf das Hafengelände sowie auf die für den jeweiligen Einsatzzweck erforderlichen Bereiche beschränkt. Aufnahmen von Privatgrundstücken und Wohnbereichen sollen systemtechnisch vermieden werden.
Information und Austausch mit der Nachbarschaft
Viele Menschen in Brake verfolgen die Entwicklung des Hafens aufmerksam. NPorts möchte deshalb frühzeitig über den Test informieren und zugleich Hinweise und Beobachtungen aus der Nachbarschaft aufnehmen.
Fragen und Rückmeldungen zum Drohneneinsatz nimmt NPorts unter der Telefonnummer 04401 925220 sowie per E-Mail unter pfso-bra@nports.de entgegen. (pm/lr – Foto: NPorts/Hero Lang)
Titelfoto: Luftaufnahme mit weitem Überblick über den Niedersachsenkai in Brake. Im Vordergrund liegt der mögliche Liegeplatz 3, dahinter die vorgesehene Erschließungsfläche sowie der Anleger der Fähre Brake–Sandstedt