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22.06.2026, Lokalredaktion
Aufführungen mit dem ozeanblauen Zug bei Niedersachsen Ports (NPorts)
Das Letzte Kleinod spielt noch bis zum 27. Juni 2026, täglich um 19 Uhr, ein Eisenbahntheater über die Stahlindustrie. Damit geht eine lange und ereignisreiche Tour von Ost nach West zu Ende und findet im Hafen von Brake seinen Abschluss. Das Theaterprojekt wurde an Industriestandorten gespielt, an denen Stahl produziert oder umgeschlagen wird und wurde.

Am Freitag, 26. Juni 2026, findet um 18 Uhr, vor der Vorstellung HÜTTENWERK, ein Publikumsgespräch mit zwei Zeitzeugen statt. Die beiden Gäste reisen eigens aus Eisenhüttenstadt an, um ihre persönlichen Erfahrungen und Erinnerungen mit dem Publikum zu teilen sowie ergänzende Einblicke in die Geschichte zu geben. Gleichzeitig nutzen sie die Gelegenheit, die Aufführung in Brake mitzuerleben.

Jens-Erwin Siemssen, Künstlerischer Leiter des Eisenbahntheaters Das Letzte Kleinod, über die besondere Form des dokumentarischen Theaters, auf der auch die Inszenierung HÜTTENWERK basiert: „Die Zeitzeugenberichte selbst sind oft sehr emotional, manche Geschichten gehen nicht spurlos an einem vorbei. Erinnerungen und persönliche Erlebnisse werden durch die Theaterszenen lebendig und erhalten eine Wertschätzung, vermeintliche Alltagsgeschichten werden dadurch ernst genommen und sichtbar gemacht. Oft erlebe ich, dass sich Zuschauerinnen und Zuschauer darin selbst wiederfinden oder einen ganz neuen Zugang zu Themen bekommen, die ihnen vorher kaum bewusst waren.“
Das dokumentarische Theaterprojekt HÜTTENWERK erzählt von der Entwicklung der Stahlindustrie in Ost und West. Im Mittelpunkt stehen Menschen, die in der Stahlindustrie oder mit Stahl arbeiten oder gearbeitet haben, die Vorstellung basiert auf diesen Erzählungen.
Von Mai bis Juni 2026 reiste der ozeanblaue Zug mit der Vorstellung HÜTTENWERK von Frankfurt/Oder nach Magdeburg, Bitterfeld, Salzgitter, Duisburg und Brake. HÜTTENWERK ist bereits die zweite Zusammenarbeit des Eisenbahntheaters mit Niedersachsen Ports (NPorts) in Brake. Stahl gehört im Spezialhafen Brake zu den wichtigsten Umschlagsgütern. Jedes Jahr werden dort am Niedersachsenkai über eine halbe Millionen Tonnen Stahl umgeschlagen.
Tickets gibt es hier: www.das-letzte-kleinod.de
Gefördert von: Fonds Darstellende Künste, Investitionsbank Sachsen-Anhalt, Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur, Stiftung Niedersachsen, Kleist Forum, Berthold Leibinger Stiftung, Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg, Lotto Sachsen-Anhalt, Oldenburgische Landschaft mit Mitteln des Landes Niedersachsen, Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz, Kulturförderung der Landeshauptstadt Magdeburg, ArcelorMittal, Brunnhuber, Kulturbüro Frankfurt (Oder), VPS Verkehrsbetriebe Peine-Salzgitter (ein Unternehmen der Salzgitter Gruppe), Kulturstiftung Wesermarsch. (pm/lr – Fotos: Das letzte Kleinod)