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03.08.2025, Lokalredaktion
Am Wochenende wurde das traditionsreiche „Zum Admiral Brommy“ nach zwei Jahren Sanierungszeit wiedereröffnet. Zahlreiche Gäste, darunter auch prominente Vertreter der Stadt, versammelten sich an der Kaje, um diesem besonderen Moment beizuwohnen. Im Namen der Familien Stallkamp und Wiechmann begrüßte Bürgermeister Michael Kurz die Anwesenden – stellvertretend für die Gastgeber, die sich bewusst im Hintergrund hielten.

Besonderer Ehrengast war das Ehepaar Bromme und Gross, das symbolisch an die historischen Wurzeln des Gebäudes erinnert. Admiral Carl Rudolph Bromme gilt als Gründer der ersten gesamtdeutschen Marineflotte im Jahr 1848, im Zuge der Frankfurter Paulskirchenbewegung. Seine Ehefrau Caroline Gross, entstammt einer traditionsreichen Familie, die über viele Jahre in Brake ansässig war. Die Erinnerung an beide lebt nicht nur in den Straßennamen der Stadt weiter – die Brommystraße und die Caroline-Gross-Straße Käseburg – sondern nun auch in der neuen Nutzung des historischen Gebäudes.

„Zum Admiral Brommy“ war über Generationen hinweg ein beliebter Treffpunkt für Braker Bürger und Marinesoldaten. Hier wurde getanzt, gefeiert und Gemeinschaft gelebt. Viele Gäste erinnerten sich mit Wehmut und Freude an ihre Jugendzeit in dem einstigen Tanzlokal. Nun wurde das Gebäude mit viel Liebe zum Detail und großem Engagement restauriert und einer neuen Bestimmung übergeben.

Seinen besonderen Dank richtete Bürgermeister Michael Kurz an die Familie Stallkamp, die das Projekt mit Herzblut und Hingabe umgesetzt hat. „Ein solches Vorhaben lässt sich nicht allein aus wirtschaftlichen Gründen realisieren“, betonte Michael Kurz. „Es braucht Leidenschaft, Einsatz und den festen Willen, etwas für die Stadt zu bewegen.“
Die neue Nutzung als Apartmenthaus soll vor allem dem wachsenden Bedarf an Unterkünften für Touristen und Gäste gerecht werden. Auch wenn das Gebäude nicht mehr als Tanzlokal betrieben wird, bietet es nun moderne Zimmer und Apartments – ideal für Reisegruppen und Besucher, die Brake entdecken möchten. Die Familie Wiechmann, die die Zimmer gepachtet hat und künftig vermieten wird, wurde für ihr Engagement ebenfalls vom Bürgermeister gewürdigt. „Dieses Haus ist das Wohnzimmer unserer Stadt“, sagte Michael Kurz abschließend. „Und es ist ein starkes Zeichen dafür, wie Tradition und Zukunft in Brake miteinander verbunden werden können.“
Die Besucher und Gäste an diesem Tag zeigten sich beeindruckt von dem sanierten Gebäude und schauten sich eines der fünf Appartements an, das zur Besichtigung freigegeben war. Gleichzeitig fragten sich jedoch viele, ob es in Zukunft auch noch einen barrierefreien Zugang zu den Zimmer und Appartements geben wird. Die Einnahmen aus dem Getränkewagen und dem Bratwurst-Verkauf werden an den Förderverein stationäres Hospiz Wesermarsch gespendet. (Fotos und Text: Kerstin Seeland)