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08.12.2025, Lokalredaktion
Der Ortsverein der SPD Brake-Unterweser zeigt sich besorgt über die sich zuspitzende medizinische Versorgungslage in der Stadt. Innerhalb eines Jahres haben drei Allgemeinmediziner ihre Praxistätigkeit in Brake beendet. Ein Verlust, der insbesondere für ältere Menschen, Familien und chronisch erkrankte Patientinnen und Patienten spürbare Folgen hat.
„Die hausärztliche Versorgung ist das Rückgrat unseres Gesundheitssystems. Wenn innerhalb so kurzer Zeit gleich mehrere Ärztinnen und Ärzte wegfallen, entsteht eine Lücke, die wir dringend schließen müssen“, erklären die Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Brake Ioanna Terzi und Uwe Peglau. Etwa 250 Ärztinnen und Ärzte fehlen in Niedersachsen für eine ausreichende Versorgung. Aufgrund des demografischen Wandels ist mit einer Zunahme der medizinischen Anforderungen zu rechnen und folglich mir einer Verschlechterung der Situation, wenn nicht rechtzeitig gegengesteuert wird.
Auch der Mangel an Fachärzten etwa in den Bereichen Dermatologie, Psychiatrie oder Gynäkologie verschärfe die Lage. Viele Bürgerinnen und Bürger müssen inzwischen lange Wartezeiten in Kauf nehmen oder für Arztbesuche weite Wege zurücklegen. Ähnlich ist die Situation auch in den umliegenden Kommunen.
Wir brauchen eine strategische Gesamtinitiative, die Brake und die Wesermarsch als attraktiven Standort für medizinische Versorgung positioniert. Denkbar seien Verbesserungen bei der Niederlassungsförderung, z. B. durch Stipendien für niederlassungswillige künftige Ärzte, der Ausbau von Gemeinschaftspraxen oder eine engere Kooperation mit Kliniken und Ausbildungseinrichtungen. Auch moderne Arbeitsbedingungen, digitale Infrastruktur und Entlastung beim Verwaltungsaufwand könnten für Ärztinnen und Ärzte motivierend wirken.
Die SPD fordert ein gemeinsames und koordiniertes Vorgehen aller relevanten Akteure, von Kommunen über Landkreis bis zu Kassenärztlicher Vereinigung und regionalen Gesundheitsnetzwerken mit dem Ziel gemeinsame tragfähige Lösungsansätze zu erarbeiten. (pm/lr)