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05.09.2026, Lokalredaktion
Der Verein Lebenshilfe Wesermarsch feiert 50-jähriges Jubiläum der Karl-Eichler-Schule. 50 Jahre das Bestehen einer Tagesbildungsstätte, in der es Kindern und Jugendlichen mit geistiger Beeinträchtigung möglich ist ihre 12-jährige Schulpflicht zu absolvieren.
Man soll aufhören, wenn es am schönsten ist, könnte man sagen. Die staatlich Tagesbildungsstätte soll zum 1. August 2027 „umgewandelt“ werden, in eine Schule in freier Trägerschaft. Der Schulnamen „Karl-Eicher-Schule“ ist bereits seit 2016 anerkannt. Doch nun werden einige Strukturen und vor allem der wirtschaftliche und personelle Hintergrund schulisch angepasst.
Ein wichtiger Meilenstein auf diesem Weg wurde am 18.08.2026 erreicht: Die Lebenshilfe Wesermarsch hat beim Regionalen Landesamt für Schule und Bildung (RLSB) in Osnabrück den Antrag auf Genehmigung der Karl-Eichler-Schule als Schule in freier Trägerschaft eingereicht. Damit ist ein weiterer entscheidender Schritt im Umwandlungsprozess vollzogen.
Der Schulleiterin Gesa Telaar ist wichtig, dass die langjährige Arbeit des Bestandspersonals anerkannt wird. „Hier sind wir auf einem guten Weg. Das Kultusministerium erkennt für den Umwandlungsprozess verschiedene Fort- und Weiterbildungen sowie Berufserfahrungen an. So können wir perspektivisch allen Mitarbeitenden eine Stelle in der neuen Schulform anbieten.“
Gleichzeitung ist dem Leitungsteam der Lebenshilfe Wesermarsch in erster Linie wichtig, dass sich für das Bestandspersonal, den Schüler*innen und den Eltern so wenig wie möglich ändert. „Ein zweiter großer Wendepunkt bei dieser Umwandung ist die Finanzierung der Schule in freier Trägerschaft“ ergänzt Mareike Tanriverdi, Leitung der Verwaltung. „Hier müssen wir neu denken. Wir beziehen nicht mehr 100 Prozent Eingliederungshilfe vom Landkreis, um den Schulplatz eines jeden Schülers zu finanzieren. Ab August 2027 werden wir Finanzhilfe vom Land Niedersachsen für das lehrende Personal in den Klassen bekommen, die weiteren Kosten werden mit dem Landkreis Wesermarsch verhandelt. Es sind also mehrere Akteure beteiligt.“
Die Schule in freier Trägerschaft verändert also viele interne organisatorische Prozesse, die Abläufe des Schulalltags und die Ausgestaltung der Entwicklungsmöglichkeiten aller Schüler*innen soll aber größtmöglich so bleiben, das betonen beide Leitungen. (pm/lr – Foto: Kerstin Seeland)
Titelfoto: vom Jubiläum der Einrichtung