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04.05.2026, Lokalredaktion
Die Raiffeisenbank Wesermarsch-Süd hat einen wichtigen Schritt für ihre zukünftige Ausrichtung vollzogen: Mit Mike Laßwitz übernimmt ein erfahrener Finanzfachmann den Vorstandsposten und bildet künftig gemeinsam mit Sebastian Ost das neue Führungsduo. Der bisherige Vorstand Gerd Borchardt verabschiedet sich nach einer intensiven Übergangsphase Ende Mai aus dem Amt.
Sebastian Ost zeigte sich erleichtert über den erfolgreichen Besetzungsprozess: „Wir haben relativ schnell einen Nachfolger gefunden – und sind sehr froh darüber.“ Er betonte zugleich die hohen Anforderungen an Vorstandspositionen im genossenschaftlichen Bankensektor, die sowohl theoretische als auch praktische Qualifikationen voraussetzen. Auch Aufsichtsratsvorsitzender Hans Conze-Wichmann würdigte ausdrücklich die Rolle von Gerd Borchardt, der nach dem Ausscheiden von Vorständin Christiane Thürlings, die im Herbst 2025 auf eigenen Wunsch ausgeschieden ist, kurzfristig eingesprungen war.
„Ich bin sehr dankbar und sehr froh, dass der Kollege Borchardt eingesprungen ist, weil er die Bank, die Mitglieder und die Kolleginnen und Kollegen seit vielen Jahren kennt. Das war für mich und für die Bank eine riesige Unterstützung“, betonte auch Sebastian Ost. Gerd Borchardt selbst blickt positiv auf die Zeit zurück. Die Zusammenarbeit mit Mitarbeitenden und Vorstandskollegen sei von Vertrauen und Offenheit geprägt gewesen. Nun übergibt er die Verantwortung vollständig an das neue Team.
Der neue Vorstand Mike Laßwitz ist in der genossenschaftlichen Finanzwelt fest verankert. Seine berufliche Laufbahn begann 2007 mit der Ausbildung bei der damaligen Raiffeisenbank Wesermarsch. Es folgten Stationen bei der Bausparkasse Schwäbisch Hall und der Volksbank Westerstede, wo er zuletzt die Kreditabteilung leitete.
Mike Laßwitz ist 39 Jahre alt, verheiratet, Vater zweier Kinder und lebt in der Region. Die Rückkehr zur Raiffeisenbank Wesermarsch-Süd beschreibt er als bewusste Entscheidung für ein vertrautes Umfeld und eine starke genossenschaftliche Kultur. Sebastian Ost und Mike Laßwitz gehören derselben Generation an und verfügen über jeweils rund 20 Jahre Erfahrung in der genossenschaftlichen Finanzgruppe. Beide sehen darin eine ideale Mischung aus Erfahrung und Innovationskraft.
Zu den gemeinsamen Schwerpunkten der kommenden Jahre zählen:
Digitalisierung weiter vorantreiben, ohne die persönliche Beratung zu vernachlässigen, hybride Kundenbedürfnisse bedienen – digitale Services und qualifizierte Beratung vor Ort, dem Fachkräftemangel aktiv begegnen, kurze Entscheidungswege und persönliche Ansprechpartner sichern.
Mike Laßwitz betont zudem die langfristige Perspektive: „Dass man die Vorstandsposition mit zwei verhältnismäßig jungen Vorständen besetzt, zeigt auch, dass die Bank eigenständig bleiben will.“ Fusionsabsichten gebe es nicht.
Gerd Borchardt erinnerte an die Historie der RaiffeisenbankWesermarsch-Süd, die in ihrer heutigen Form seit 2001 besteht und aus insgesamt acht früheren Banken hervorgegangen ist. Die zunehmenden regulatorischen Anforderungen und die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen hätten in den vergangenen Jahrzehnten viele Fusionen im genossenschaftlichen Sektor notwendig gemacht. Die Volksbank setze jedoch weiterhin auf eine eigenständige, regional verankerte Ausrichtung.
Mit Sebastian Ost und Mike Laßwitz übernimmt ein Vorstandsteam, das fachlich wie persönlich gut harmoniert und ein gemeinsames Verständnis für die Weiterentwicklung der Bank teilt. Beide kennen sich aus der früheren gemeinsam Arbeit in der Bank und bringen langjährige Erfahrung in der genossenschaftlichen Finanzwelt mit. Ihr gemeinsames Ziel: ein verlässlicher Finanzpartner für Mitglieder, Kundinnen und Kunden in der Region zu bleiben – heute und in Zukunft. (Foto und Text: Kerstin Seeland)
Titelfoto: von links – Mike Laßwitz, Aufsichtsratsvorsitzender Hans Conze-Wichmann, Gerd Borchardt und Sebastian Ost