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05.09.2026, Lokalredaktion
Die Wählergemeinschaft Brake (WGB) sendet ein deutliches Signal an die Stadtpolitik und die Verkehrsplaner. Die Botschaft der Gruppe: Weil das Großprojekt der sogenannten “Golzwarder Spange” auf absehbare Zeit blockiert ist, müssen dringend alternative Lösungen zur Verkehrs- und Gewerbeentwicklung her.
Die Mitglieder der Wählergemeinschaft versammelten sich für ihre Aktion ganz bewusst an einem verkehrstechnischen Knotenpunkt. Aufstellung bezog die Gruppe an der Bundesstraße 212 im Bereich Dungenweg und Süddieksweg. Genau an dieser Stelle fordert die WGB die Installation eines Kreisverkehrs auf der B 212,
Ein solcher Kreisel ist aus Sicht der Wählergemeinschaft der Schlüssel für die strategische Entwicklung der Region. Von diesem neuen Verkehrsknotenpunkt aus kann nach den Plänen der WGB ebenfalls die Hafenerweiterung im Boitwarder Grooden über die Sinaburger Straße und die Bahnstrecke hinweg angebunden werden.
Die WGB am Freitag an Ort und Stelle die alternative Möglichkeit besprach, war auch Bürgermeister-Kandidatin Jaqueline Günter, die von der WGB unterstützt wird, als auch Wilfried Albers, der seit 40 Jahren für die Hafenanbindung um Golzwarden herum kämpft, anwesend. „Ich finde es sehr gut und freue mich, dass es eine politische Gruppe gibt, die nicht locker lässt und alternative Vorschläge hat“, betonte Wilfried Albers.
In einem ersten Schritt soll das Infrastrukturprojekt aber dazu dienen, die Gewerbegebiete nördlich der Otto-Hahn-Straße optimal zu erschließen.
Doch die Vision der WGB reicht noch weiter und nimmt die regionale Zusammenarbeit in den Blick: Langfristig sieht die Gruppierung an diesem Standort die große Chance, ein interkommunales Gewerbegebiet zu etablieren. Die dafür ins Auge gefasste Fläche liegt nordwestlich der B 212, direkt neben der Straßenmeisterei Brake.
Da dieses Areal direkt an die Nachbargemeinde grenzt, schlägt die Wählergemeinschaft eine enge Kooperation vor. Ein solches gemeinsames Gewerbegebiet mit der Gemeinde Ovelgönne könnte neue wirtschaftliche Impulse setzen.
Trotz aller wirtschaftlichen Pläne betont die Wählergemeinschaft, dass die Lebensqualität der Bürger nicht auf der Strecke bleiben darf. Durch das erhöhte Verkehrsaufkommen im Zuge der Hafen- und Gewerbeentwicklung fordert die Gruppe konsequenten Schutz für die Bevölkerung. Die Anwohner im Bereich Golzwarden und Boitwarden müssen demnach durch umfangreiche Lärmschutzmaßnahmen effektiv vor dem Verkehrslärm geschützt werden.
“Wir können nicht zwei Jahrzehnte lang auf eine Spange warten, die politisch und finanziell in weiter Ferne liegt”, hieß es aus den Reihen der Wählergemeinschaft. Die Stadt müsse jetzt handeln, pragmatische Lösungen anschieben, die Anwohner schützen und im Verbund mit Ovelgönne die wirtschaftliche Zukunft sichern. (pm/lr – Foto: WGB)