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01.07.2026, Lokalredaktion
Gerade erst feierte die Zinzendorfschule Tossens, am Freitag, 26. Juni 2026, ihr 80-jähriges Bestehen. Zahlreiche Gäste aus Politik, Verwaltung und Ehemaligen feierten an diesem Tag gemeinsam einen Ort des Lernens und Lebens, der in dieser Zeit auch Tossens mit geprägt hat.
Die Zinzendorfschule Butjadingen stellt sich für die kommenden Jahre strategisch neu auf und setzt zugleich auf Kontinuität: Ab dem Schuljahr 2026/2027 wird Henrike Klitscher Teil des Leitungsteams und übernimmt schrittweise Verantwortung in der Schulführung. Gleichzeitig bleibt Schulleiter Bernd Maibaum der Schule erhalten – nicht als Schulleiter, aber weiterhin als engagierter Lehrer. Damit wird ein klarer Kurs verfolgt: Stabilität, Weiterentwicklung und ein Leitungsteam, das die pädagogische Zukunft der Schule gemeinsam gestaltet.
Klarstellung zur Personalentwicklung: Kontinuität statt Abschied
In den vergangenen Wochen hatte eine missverständliche Kommunikation seitens der Trägerschaft zu Irritationen geführt. Fälschlicherweise war öffentlich der Eindruck entstanden, Schulleiter Bernd Maibaum gehe in den Ruhestand. Maibaum stellt dies ausdrücklich richtig: „Ich gehe nicht in Pension. Ich bleibe hier weiter und arbeite weiter als Lehrer.“ Er betont seine Motivation, weiterhin Teil der Schulgemeinschaft zu bleiben: „Weil mir die Schule so am Herzen liegt und ich das gerne mache.“
Mit der neuen Struktur wird der Übergang in der Schulleitung transparent und geordnet gestaltet. Die Schule setzt damit ein Zeichen für Verlässlichkeit und eine langfristige pädagogische Perspektive.
Henrike Klitscher: Verstärkung für das Leitungsteam ab 2026/27
Henrike Klitscher, die bereits jetzt aktiv in schulische Entwicklungsprozesse eingebunden ist, wird ab dem Schuljahr 2026/27 offiziell Teil des Leitungsteams. Sie bringt pädagogische Expertise, regionale Verwurzelung und eine klare Haltung zu schulischer Weiterentwicklung mit. Klitscher ist bereits in Übergangsprozesse involviert, etwa in der Zusammenarbeit mit Grundschulen und der Weiterentwicklung pädagogischer Konzepte.
Ihr Engagement zeigt sich unter anderem in der intensiven Kooperation mit den Grundschulen der Region. „Die Kinder haben sich riesig gefreut, ihre Grundschulklassenlehrerinnen zu sehen. Der Austausch ist sehr wertvoll.“
Digitalisierung und moderne Kommunikation: Ein Quantensprung für die Schule
Seit Maibaums Amtsantritt vor fünf Jahren hat die Schule einen umfassenden Modernisierungsschub erlebt. Besonders sichtbar ist dies im Bereich der digitalen Infrastruktur:
- Einführung von ISurf: Die Plattform ermöglicht heute Elternbriefe, Elternsprechtage, Gruppenkommunikation und interne Organisation auf professionellem Niveau.
- Digitale Effizienz: Elternbriefe können in Minuten an alle Familien versendet werden; die Kommunikation ist dokumentiert und nachvollziehbar.
- Neue Homepage: Die Schule präsentiert sich modern, übersichtlich und serviceorientiert. Downloads, Anmeldeunterlagen, aktuelle Berichte und Fotodokumentationen sind jederzeit verfügbar.
Diese Maßnahmen haben die Schule nicht nur organisatorisch gestärkt, sondern auch das Vertrauen der Eltern und der Öffentlichkeit spürbar erhöht.
Starke Kooperationen: Landkreis, Gemeinde, Universität Oldenburg
Die Zinzendorfschule pflegt heute ein enges Netzwerk mit regionalen Partnern:
- Landkreis & Gemeinde: Intensive Gespräche im Schulausschuss führten zu finanzieller Unterstützung und gemeinsamer Planung.
- Universität Oldenburg: Kooperationen in der Lehrerfortbildung, gemeinsame Projekte im Schulgarten und fachliche Begleitung bei pädagogischen Konzepten.
- Grundschulen der Region: Regelmäßige Austauschformate sichern einen sanften Übergang für neue Fünftklässler und stärken die pädagogische Zusammenarbeit.
Pädagogische Weiterentwicklung: Leitbild, Fortbildungen, neue Konzepte
Die Schule hat in den vergangenen Jahren ein neues Leitbild entwickelt, das von der Gesamtkonferenz verabschiedet wurde. Dazu kamen Fortbildungen, Unterrichtskonzept-Entwicklungen und die Einführung neuer pädagogischer Strukturen. Die Schule zeigt damit, dass sie nicht nur organisatorisch, sondern auch inhaltlich modern arbeitet.
Soziale Verantwortung: Mobbing-Interventionsteam (MBT)
Ein zentrales neues Projekt ist das Mobbing-Interventionsteam, das zwei Lehrkräfte umfasst, die über ein halbes Jahr hinweg professionell geschult werden. Das Team arbeitet eng mit dem Sozialpädagogen zusammen und stärkt die Präventions- und Interventionsarbeit der Schule.
Handygaragen: Ein pragmatischer Schritt für mehr Konzentration
Um die Handynutzung im Unterricht zu regulieren, wurden sogenannte „Handygaragen“ eingeführt. Die Geräte werden zu Unterrichtsbeginn abgelegt und erst danach wieder genutzt. Die Maßnahme wurde von fast allen Eltern positiv aufgenommen. Die Handygaragen sind kein Allheilmittel, aber ein Baustein im Umgang mit digitalen Herausforderungen.
Öffentlichkeitsarbeit und regionale Präsenz
Die Schule hat ihre Öffentlichkeitsarbeit intensiviert:
- Postwurfsendungen zur Information über neue Klassen
- Präsenz bei regionalen Veranstaltungen
- Teilnahme an Jubiläen wie der 80-Jahr-Feier
- Aktive Social-Media-Arbeit über Homepage, Facebook und Instagram
Die Schule wird heute wieder als aktiver, moderner und offener Bildungsort wahrgenommen.
Gemeinsam nach vorn: Ein Leitungsteam mit klarer Vision
Mit der neuen Leitungsstruktur – der Erfahrung von Bernd Maibaum und der Verstärkung durch Henrike Klitscher – sieht sich die Zinzendorfschule gut aufgestellt für die kommenden Jahre. Beide eint das Ziel, die pädagogische Qualität weiter auszubauen und die Schule als lebendigen Lern- und Lebensraum zu gestalten. (Text: Kerstin Seeland, Foto: Zinzendorfschule)