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03.07.2025, Lokalredaktion
Am vergangenen Dienstag wurde in der Mittagsbetreuung der Grundschule Butjadingen Abschied genommen. 13 Jahre lang waren die Grundschulkinder berufstätiger Eltern nach dem Schulunterricht durch qualifizierte Tagespflegepersonen betreut worden. Damit ist jetzt Schluss. Denn nach den Sommerferien wird aus der verlässlichen Grundschule eine offene Grundschule – vorerst mit insgesamt drei pädagogischen Mitarbeiterinnen. Sie werden sich nach dem Unterricht um die 60 bis 70 Schüler kümmern, die für den Ganztagsbereich angemeldet worden sind. Christel von Loeper bleibt als Einzige der Schule mit den circa 160 Kindern erhalten, denn sie bietet die Frühbetreuung in der Zeit von 7 bis 8 Uhr, in ihrer Funktion als Tagespflegeperson, an. Daneben ist sie Schulbegleiterin und pädagogische Mitarbeiterin. „Wir haben hier schon immer eine Sonderstellung gehabt“, erzählt sie. „Denn sonst gibt es nirgends Kindertagespflege an einer Schule.“ Eigentlich hatte die Lösung in Butjadingen damals nur vorübergehenden Charakter. Der Bedarf an Hortplätzen war in Butjadingen sehr gering.
Deshalb ist es bei dieser Lösung geblieben. Anfangs – im Jahr 2012 – erfolgte die Tagespflege für die sechs- bis zehnjährigen Jungen und Mädchen mit berufstätigen Eltern noch durch eine Großtagespflegestelle mit acht Kindern. Im Laufe der Jahre kamen zwei weitere 2 Tagespflegepersonen dazu. So waren zum Schluss Sylke Wulff und Sabine Linneweber in der Großtagespflegestelle tätig. Christel von Loeper und Sonja Kahrs hatten dagegen jeweils eine einzelne Tagespflegestelle mit fünf Kindern. Die Vertretung übernahm Elke Brockhoff. Für die Betreuung mussten die Eltern einen Vertrag mit der Tagespflegeperson abschließen und beim Landkreis Wesermarsch einen Antrag auf Kostenübernahme stellen. Der zu leistende Eigenanteil hing von der Höhe des jeweiligen Einkommens ab.
Die Tagespflegepersonen waren nicht angestellt, sondern selbständig. „Die Zusammenarbeit mit dem Landkreis war immer gut“ erzählten die Frauen, am Dienstag, bei der Verabschiedung. Sie alle haben sich in der Schule sehr wohl gefühlt und wirklich wertvolle pädagogische Arbeit geleistet, wie Schulleiterin Gerda Vogel hervorhob. Auch die 18 betreuten Kinder sehen der Veränderung mit gemischten Gefühlten entgegen. Bislang hatte jeder Schüler seine persönliche Ansprechpartnerin, zu der sich bald ein enges Vertrauensverhältnis entwickelte. Das Mittagessen wurde über all die Jahre vom Haus Christa in Stollhamm zubereitet. In Zukunft wird sich ein Caterer darum kümmern. (Foto und Text: Ulrike Krebs)