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10.06.2026, Lokalredaktion
Der FDP-Gemeindeverband Butjadingen bezieht Stellung zum Gastbeitrag von Frank Germeroth, den er unter die Überschrift „Wie viel Politik vertragen Krankenhäuser? gestellt hat.
„Der Beitrag wirft einige Fragen auf,“ so Uta Meiners, Butjadinger FDP-Vorsitzende: „Warum schreibt der Wesermarsch-Bürger sowie Geschäftsführer des Braker Krankenhauses – das er ins Sanierungsverfahren durch Insolvenz geführt hat und dessen geplanter Ausbau mit einem Baustopp belegt ist – zu politischen Abläufen in Friesland? Handelt es sich um eine Generalabrechnung mit den Verantwortlichen in Friesland, die seinen Vertrag 2020 nach nur vier Jahren als Geschäftsführer der Friesland-Kliniken nicht verlängert haben? Welche Rolle spielt, dass er zuvor viele Jahre Geschäftsführer des NWK Sande war?“
Oder gehe es um Wettbewerb zwischen den Standorten Brake und Varel, weshalb versucht werde, den Vareler Gesundheitscampus schlecht zu reden, weil viele Wesermärschler näher an Varel als an Brake wohnen, so fragt sich die Wesermarsch-Kreistagsabgeordnete.
Motivation für diesen Beitrag könne auch die Frustration über den Fortbestand der Frauenklinik in Varel sein, da der katholische Träger in Brake eine Ansiedlung von Gynäkologie und Geburtshilfe nicht zulassen würde.
Eine weitere Frage sei, welchen Einfluss Germeroths Gespräche mit Helios zur Aufteilung der zukünftigen Gesundheitsversorgung in der Region haben.
„Will Germeroth mit seinem Beitrag in Zeiten des Kommunalwahlkampfs die Politik in der Wesermarsch stützen? Bislang ist die Welt hier noch ‚in guter alter Ordnung‘. Im Kreistag wird die Gesundheitspolitik von einem Chefarzt der Helios-Klinik Esenshamm vorgegeben und auch ein Vertreter des Braker Krankenhausträgers wirkt als Kreistagsabgeordneter mit – alles hinter verschlossenen Türen.“
„Als Kreistagsabgeordnete der Wesermarsch bin ich von der Zukunftsfähigkeit des Gesundheitscampus Varel überzeugt. Vor allem der Erfolg der zertifizierten Fachklinik für Frauenheilkunde liegt mir am Herzen. Eine wesentliche Voraussetzung dafür ist allerdings, dass die Störfeuer aus der Wesermarsch beendet werden“, fordert Uta Meiners. (pm/lr)