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07.03.2026, Lokalredaktion
Bei der Eröffnung des modernisierten Nationalpark-Hauses zeigte sich Martina Geberzahn, Vorsitzende des Förderkreises des Museums und Nationalpark-Hauses sichtlich zufrieden: Der Weg zum neuen Aquarium sei lang gewesen, aber das Ergebnis übertreffe alle Erwartungen. Vor zahlreichen Gästen bedankte sie sich herzlich bei den Ehrenamtlichen, der Hausleitung mit Christopher Dibke und Dr. Anika Schierth sowie bei der Gemeinde. Besonders hob sie Ditmar Oetjen, den stellvertretenden Vorsitzenden des Fördervereins, und Uwe Baumann von der Bauverwaltung der Gemeinde Butjadingen hervor.

Wie es zum Umbau kam
Der Anstoß für die umfassende Erneuerung entstand am 5. Mai 2023, als die damalige Bundesumweltministerin Steffi Lemke (Bündnis 90/Die Grünen) das Gebiet am Langwarder Groden besuchte. Dabei wurde durch den Leiter der Nationalparkverwaltung, Peter Südbeck, auf ein neues Förderprogramm des Bundes aufmerksam gemacht, das speziell Nationalpark-Häuser unterstützt. Gemeinde, Förderverein und Hausleitung berieten daraufhin gemeinsam, welche Maßnahmen gefördert werden könnten.

Im September 2023 stellte der Förderverein einen Antrag, der später noch einmal überarbeitet werden musste, da die Gemeinde als offizielle Antragstellerin auftreten sollte. Am 18. Dezember 2023 traf schließlich der Förderbescheid mit der Fördersumme in Höhe von 577.000 Euro ein – sehr zur Freude aller Beteiligten. Allerdings war die vorgegebene Frist knapp bemessen: Die Arbeiten hätten bereits Ende 2024 abgeschlossen sein müssen. Da dies nicht realistisch war, beantragte die Gemeinde eine Verlängerung.
Nun ist das Projekt erfolgreich abgeschlossen, und dieser Meilenstein wurde am Donnerstag mit zwei Feierstunden – am Vormittag und am Nachmittag – gewürdigt.

Bürgermeister Axel Linneweber betonte, dass das Nationalpark-Haus nun bestens für kommende Aufgaben gerüstet sei. Mit einem Augenzwinkern merkte er an, dass in der Nachbarschaft nur noch ein Leuchtturm fehle – ein Hinweis auf die laufende Bewerbung um das maritime Wahrzeichen „Roter Sand“.
Landrat Stephan Siefken beschrieb den Nationalpark als „Schatz“, dessen Bedeutung im Haus, das er als die „Schatzkiste“ bezeichnete, sichtbar werde. Die neue Aquarienlandschaft eröffne einen faszinierenden Blick in ein empfindliches und farbenreiches Ökosystem. Bildung müsse für alle zugänglich sein, sagte er, und verwies auf die neu geschaffene Barrierefreiheit: tastbare Pläne, taktile Beschilderung und Medienstationen, die auch im Rollstuhl gut erreichbar sind.

Mehr als ein Ausflugsziel
Peter Südbeck, Leiter der Nationalparkverwaltung, erinnerte daran, dass Nationalpark-Häuser weit über reine Schlechtwetter-Angebote hinausgingen. Sie seien Orte, an denen Verantwortung für Natur und Umwelt vermittelt werde. Barrierefreiheit sei dabei kein optionales Extra, sondern ein grundlegender Bestandteil.
Auch der niedersächsische Umweltminister Christian Meyer (Bündnis 90/Die Grünen) schickte eine Videobotschaft. Architekt Hannes Giesemann aus Wilhelmshaven, dessen Büro den Umbau geplant hatte, übergab symbolisch einen Schlüssel an Martina Geberzahn und Anika Schierth und wünschte dem Haus „immer eine Handbreit Wasser im Becken“. (Text: Kerstin Seeland, Fotos: Nationalpark-Haus)